VfL Waiblingen - Gesamtverein

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F1 - VfL Waiblingen trennt sich von Herbinger

Überraschend hat sich der VfL Waiblingen gestern von Paul Herbinger getrennt. Foto: ZVW

Überraschend hat sich der VfL Waiblingen gestern von Paul Herbinger getrennt. Foto: ZVW

Abteilungsleitung sieht Saisonziel gefährdet / Nadir Arif und Markus Kuschke übernehmen

Paul Herbinger ist nicht mehr Trainer der Waiblinger Drittliga-Handballerinnen. Die Abteilungsleitung hat dem 59-Jährigen gestern mitgeteilt, dass sie ab sofort ohne ihn plant. "Wir sehen unser Ziel, um den Aufstieg mitzuspielen, massiv gefährdet", sagt der Abteilungsleiter Steffen Leßig.

Nach dem dritten Platz in der vergangenen Saison wollte der VfL mit seinen Frauen wieder in der Spitzengruppe mitspielen. Nach acht Spieltagen liegen die Waiblingerinnen in der extrem ausgeglichenen 3. Liga mit 10:6 Punkten auf Rang sieben, aber lediglich zwei Verlustpunkte hinter dem Spitzenreiter TSV Haunstetten.

Eine Bilanz, welche den Verantwortlichen offensichtlich nicht gefällt. "Von den Daten und Fakten her mag die Entscheidung überraschen", sagt der VfL-Abteilungsleiter Steffen Leßig. "Aber wir haben drei Spiele verloren, zwei davon aus meiner Sicht unnötig." Die 22:24-Niederlage im Verbandspokal beim Liga-Konkurrenten Herrenberg schmeckte Leßig ebenfalls nicht. "Ich kann mich nicht erinnern, dass wir in den letzten drei Jahren so wenig Tore geworfen haben."

Das Wort "Aufstieg" sei vor der Saison zwar nicht öffentlich ausgesprochen worden, "intern war das aber schon ein Thema", sagt Leßig. "Wir sahen die Gefahr, zu weit ins Mittelfeld zu rutschen, und sahen uns deshalb jetzt unter Zugzwang." Leßig hält das Team für stark genug, ganz vorne mitzuspielen. "Es gibt sogar Leute, die sagen, mit dieser Mannschaft dürften wir kein Spiel verlieren." Immerhin habe der VfL einige Spielerinnen in seinen Reihen, die einst höherklassig spielten.

Nicht nur das sportliche Ziel sieht Leßig gefährdet. Eigene Spielerinnen hätten sich beim VfL weiterentwickeln und Talente von auswärts nach Waiblingen kommen sollen, so der Plan. "Das hat nicht so funktioniert, wie wir uns das vorgestellt haben."

Paul Herbinger zeigte sich überrascht von der Entscheidung des Vereins, die ihm telefonisch übermittelt worden sei. "Ich hatte nicht den Eindruck, dass in der Mannschaft etwas nicht gepasst hat", sagte er gestern gegenüber unserer Zeitung. "Es hat Spaß gemacht, ich habe auch viel positive Rückmeldungen bekommen." Die Gründe, die der Verein für die Trennung angab, "möchte ich eigentlich nicht weiter kommentieren". Er findet jedenfalls nicht, dass die Mannschaft hinter den Erwartungen zurückgeblieben ist. "Natürlich hätte auch ich gerne zwei Punkte mehr." Andererseits seien die Leistungsunterschiede zwischen den Top-Teams gering. "Man kann nicht davon ausgehen, dass die Saison ein Selbstläufer wird, nur weil man eine sehr gute Spielerin geholt hat."

Seine Enttäuschung kann Herbinger nicht verbergen, er sagt aber auch: "Man muss es nehmen, wie's kommt." Langweilig werde ihm nicht. Und wenn er wieder Lust habe, könne er jederzeit wieder irgendwo einsteigen. "Ich habe genügend Angebote."

Richten soll's jetzt Nadir Arif - Sportlicher Leiter beim VfL, Trainer der zweiten VfL-Frauenmannschaft und Jugendkoordinator -, in Zusammenarbeit mit Markus Kuschke. Arif kennt den 35-Jährigen aus dem gemeinsamen Verbandskadertraining. Der B-Lizenz-Inhaber hat zuletzt mit dem ehemaligen Waiblinger Severin Englmann in Bietigheim zusammengearbeitet und dort unter anderem die weibliche A-Jugend in der BW-Oberliga trainiert. "Wir wollen einen Impuls setzen", sagt Leßig. "Die beiden werden sich hundertprozentig reinhauen, damit wir unsere Ziele erreichen."

www.ZVW.de



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