VfL Waiblingen - Gesamtverein

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F1 Jung, aber nicht unerfahren

F1 Jung, aber nicht unerfahren

Nach dem Treppchenplatz in der vergangenen Saison möchte der VfL wieder vorne mitmischen / Holder ist der neue Kopf

Nach dem dritten Rang in der vergangenen Saison streben die Handballerinnen des VfL Waiblingen auch in dieser Spielzeit wieder einen Platz in der Spitzengruppe der 3. Liga an. An der Seite der Rückkehrerin Lana Holder sollen sich die jungen, doch keinesfalls unerfahrenen Spielerinnen weiterentwickeln.

Das Bestmögliche haben die Waiblingerinnen in der vergangenen Saison herausgeholt, der dritte Platz hinter den Übermannschaften Neckarsulmer Sport-Union und SV Allensbach war aller Ehren wert. Schließlich hatte das Team von Trainer Paul Herbinger mit erheblichen personellen Engpässen zu kämpfen, zudem musste ein halbes Dutzend neue Spielerinnen integriert werden.

Reichlich Bewegung im Kader gab’s auch zur neuen Saison. Tanja Pfahl hat aufgehört, Franziska Ramirez und Munja Kotzian haben den VfL nach nur einer Saison wieder verlassen. Tina Stockhorst zog’s zum Liga-Konkurrenten TV Holzheim, die Junioren-Nationalspielerin Katharina Winger versucht’s beim Bundesligisten TV Nellingen.

Variabilität
Keine fixen Positionen


Der bekannteste Neuzugang der Waiblingerinnen ist zugleich der Wichtigste: Lana Holder kehrt vom Erstliga-Aufsteiger SG BBM Bietigheim zurück zum VfL. Zwischenzeitlich sammelte die 26-Jährige reichlich Erfahrung beim SV Allensbach, VfL Sindelfingen und in Bietigheim. Die Lehrerin soll der neue Kopf im Team sein. „Die jungen Spielerinnen sollen sich an ihrer Seite weiterentwickeln“, sagt Jörg Heinz, zusammen mit Nadir Arif Sportlicher Leiter der Frauen. „Lana ist ein wichtiger Eckpunkt im Spiel, sie trifft oft die richtigen Entscheidungen“, sagt Arif.

Paul Herbinger sieht Holder vornehmlich auf der Position der Spielmacherin. „Ich denke, das ist die sinnvollste Lösung“, sagt er. „Sie kann aber auch auf anderen Positionen im Rückraum spielen.“ Die Variabilität seiner Spielerinnen ist Herbinger wichtig. Lediglich die Linksaußen Stephanie Frick habe ihre Position fix, alle anderen könnten „zwei bis vier“ Positionen spielen. „Wir haben in der Vorbereitung viel ausprobiert und versucht herauszufinden, wer mit wem am besten harmoniert.“ Gerade im Rückraum hat Herbinger einige Möglichkeiten mit den erfahrenen Anna-Lena Unseld und Silke Heimburger, mit Sulamith Klein und der „Multi-Spielerin“ Sina Bast. „Sie kann eigentlich überall spielen“, sagt Herbinger.

Außer im Tor natürlich. Da ist der VfL gleich dreifach besetzt mit Ronja Grabowski, Katharina Blum – zusammen mit Heimburger neue Spielführerin –, sowie der jungen Lisa Fleischer. Die 20-Jährige, die vom TV Nellingen II kam, habe in der Vorbereitung einen sehr guten Eindruck hinterlassen, sagt Jörg Heinz.

Das gelte auch für die anderen Neuen im Team. Annika Bier (25), Freundin des Bittenfelders Lars Friedrich, bringt ebenso Drittliga-Erfahrung mit wie Mara Seitzer (20) und Cora Goldmann (19). Die Rechtsaußen Seitzer ist die einzige Linkshändering im Team des VfL. „Das ist natürlich ein Manko“, sagt Herbinger. Allerdings sei der VfL nicht die einzige Mannschaft, die im rechten Rückraum mit einer Rechtshänderin agieren müsse. Gegebenenfalls könnte Seitzer auf die Halbposition und Bier von Links- nach Rechtsaußen rücken. Bier habe ebenso die Technik dazu wie Steffi Heinz, die sich die Kreisposition mit Bast und Goldmann teilen muss.

Die letzte Neuverpflichtung des VfL kommt vom Nachbarn SC Korb: Caren Hammer (20) erhält beim VfL ein Doppelspielrecht, das Erstzugriffsrecht liegt beim Württembergligisten. „Wir hatten sehr gute Gespräche mit den Verantwortlichen des SC“, sagt Herbinger, der die Rückraumspielerin schon vor ein paar Jahren haben wollte, als er noch den TV Großbottwar trainierte. Für die Spielerin sei’s der nächste Schritt. „Es haben beide Vereine etwas davon“, sagt Heinz, der sich eine ähnliche Kooperation mit anderen Vereinen vorstellen kann. „In der vergangenen Saison haben wir profitiert“, sagt Herbinger. Tanja Padutsch und Anja Brugger waren mit Doppelspielrecht in Metzingen und Göppingen ausgestattet. Mindestens einmal pro Woche soll Caren Hammer beim VfL mittrainieren. Bei rund einem Dutzend Spielen, die nicht mit den Terminen des SC Korb kollidieren, wäre sie theoretisch für Waiblingen frei.

Zwölf Feldspielerinnen hat Paul Herbinger zur Verfügung – und als Backup noch neun Spielerinnen aus dem Perspektivkader. „Wir wollen sie aber behutsam aufbauen und den Druck wegnehmen“, sagt Nadir Arif. Zu groß soll die Belastung nicht werden, schließlich sind die Spielerinnen in der A-Jugend und Frauen-Landesliga-Mannschaft im Einsatz.

Alles in allem sehen die Verantwortlichen den VfL gut aufgestellt, die Voraussetzungen für eine erfolgreiche Saison waren schon schlechter. Vor der vergangenen Spielzeit war die Vorbereitung durch viele Verletzungen gestört, diesmal kam der VfL nahezu ungeschoren davon – mit Ausnahme von Claudia Marczinsky: Die Linksaußen, gerade erst von einem Kreuzbandriss genesen, muss am Meniskus operiert werden.

In den Vorbereitungsspielen hätte die Mannschaft immer besser harmoniert, sagt Herbinger. Beim Lotto-Cup in Oßweil habe es in der 3:2:1-Deckung noch erhebliche Abstimmungsprobleme gegeben. Bei der Saisoneröffnung sei’s bereits deutlich besser gelaufen, in den Spielen gegen den Liga-Konkurrenten TV Möglingen und die beiden Baden-Württemberg-Oberligisten Wernau und Bietigheim II hatte der VfL wenig Probleme.

Knackiger Auftakt
Der VfL ist gleich gefordert


Wie gut die Vorbereitung wirklich war, wird sich am kommenden Samstag, 14. September (20 Uhr), zeigen. Wie in der vergangenen Saison, kommt mit dem TV Grenzach jenes Team zum Ligaauftakt in die Rundsporthalle, das mit am schwierigsten einzuschätzen ist, weil die Fluktuation dort traditionell groß ist.

Im ersten Auswärtsspiel geht’s nach Holzheim – und in den folgenden fünf Spielen kommt’s für die Waiblingerinnen knüppeldick: Herrenberg, Gröbenzell, Haunstetten, Ketsch und Nürtingen zählen für Herbinger durchweg zu den Aufstiegskandidaten. Wobei er Ketsch in der Favoritenrolle sieht. „Ketsch ist absolut zweitligatauglich.“ Irgendwo zwischen diesem halben Dutzend Kandidaten möchte sich auch der VfL einreihen. Dass der eine oder andere Konkurrent den VfL gar zum Aufstiegsfavoriten stempelt, weil die im vergangenen Jahr vor ihm platzierten Teams die Liga verlassen haben, nötigt Herbinger nicht mehr als ein Schulterzucken ab.

Trainer

Paul Herbinger ist am 26. Februar 1954 geboren. Als Spieler stand er in der süddeutschen Auswahl und wurde Deutscher Jugendmeister. Herbingers frühere Stationen waren: TSG Oßweil, SKV Oberstenfeld, TV Kornwestheim, TuS Stuttgart. Größter Erfolg als Trainer war der Aufstieg in die 2. Bundesliga, er geht jetzt in seine zweite Saison beim VfL Waiblingen.

Abgänge

Tanja Pfahl (hörte auf), Franziska Ramirez, Munja Kotzian (beide unbekanntes Ziel), Tina Stockhorst (TV Holzheim), Katharina Winger (TV Nellingen).

Zugänge

Lana Holder (SG BBM Bietigheim), Annika Bier (SG Kleenheim), Cora Goldmann, Mara Seitzer, Lisa Fleischer (alle TV Nellingen II), Caren Hammer (SC Korb).

Tor

Ronja Grabowski

Trikotnummer: 16. Alter: 24. Beruf: Groß- u. Außenhandelskauffrau. Beim VfL seit: 2011 (wieder). Bisherige Vereine: SV Weinstadt, VfL Waiblingen, VfL Sindelfingen, SG Stuttgarter Kickers/Sindelfingen.

Katharina Blum

Trikotnummer: 1. Alter: 25. Beruf: Studentin. Beim VfL seit: 2010 (wieder). Bisherige Vereine: SF Schwaikheim, VfL Waiblingen, Spvgg Bissingen, TV Möglingen.

Lisa Fleischer

Trikotnummer: 12. Alter: 20. Beruf: Studentin. Beim VfL seit: 2013. Bisherige Vereine: HG Aalen-Wasseralfingen, TV Nellingen.

Rückraum

Lana Holder

Trikotnummer: 17. Alter: 26. Beruf: Lehrerin. Beim VfL seit: 2013 (wieder). Bisherige Vereine: TSV Schmiden, VfL Waiblingen, SV Allensbach, VfL Sindelfingen, SG BBM Bietigheim.

Sulamith Klein

Trikotnummer: 7. Alter: 24. Beruf: B.A. Public Management. Beim VfL seit: 2009. Bisherige Vereine: SG BBM Bietigheim, TV Markgröningen.

Anna-Lena Unseld

Trikotnummer: 6. Alter: 28. Beruf: Diplom-Sportwissenschaftlerin. Beim VfL seit: 2012. Bisherige Vereine: SC Lehr, FA Göppingen, TV Nellingen.

Caren Hammer

Trikotnummer: 20. Alter: 20. Beruf: Studentin. Beim VfL seit: 2013. Bisherige Vereine: EK Winnenden, SC Korb.

Sina Bast

Trikotnummer: 15. Alter: 27. Beruf: Studentin. Beim VfL seit: 2011 (wieder). Bisherige Vereine: TSV Münster, HSG Cannstatt, FA Göppingen.

Silke Heimburger

Trikotnummer: 4. Alter: 29. Beruf: Sporttherapeutin. Beim VfL seit: 2012 (wieder). Bisherige Vereine: TuS Ottenheim, SV Allensbach, TV Ehingen, SG BBM Bietigheim, VfL Waiblingen.

Außen

Mara Seitzer

Trikotnummer: 11. Alter: 20. Beruf: Studentin. Beim VfL seit: 2013 (wieder). Bisherige Vereine: TV Nellingen, HSG Cannstatt/Münster/Max-Eyth-See, SV Möhringen.

Claudia Marczinsky

Trikotnummer: 3. Alter: 23. Beruf: Studentin. Beim VfL seit: 2012. Bisherige Vereine: HSV Stuttgart Nord, HSG Cannstatt/Münster/Max-Eyth-See, FA Göppingen II, TSV Schmiden.

Annika Bier

Trikotnummer: 2. Alter: 25. Beruf: Studentin. Beim VfL seit: 2013. Bisherige Vereine: SG Kleenheim, TuS Nettelstedt, TSV Altenweide.

Stephanie Frick

Trikotnummer: 19. Alter: 22. Beruf: Studentin. Beim VfL seit: 2012. Bisherige Vereine: TV Altbach, TV Nellingen.

Kreis

Stephanie Heinz

Trikotnummer: 9. Alter: 25. Beruf: Personalreferentin. Beim VfL seit: 1998. Bisherige Vereine: VfL Waiblingen.

Cora Goldmann

Trikotnummer: 94. Alter: 19. Beruf: Studentin. Beim VfL seit: 2013 (wieder). Bisherige Vereine: TV Stetten, VfL Waiblingen, TV Nellingen.

Perspektivspielerinnen

Yvonne Stabler, Lena Leßig, Denise Körner, Tina Hermann, Laura Kiank, Tabea Schmidt, Nele Kopp, Fabienne Fischer, Laura Lier.

Quelle: ZVW



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