VfL Waiblingen - Gesamtverein

Weiter [Alt+c]Zur Übersicht [Alt+x]Zurück [Alt+y]

F1 Trainingsauftakt

Kampf um jeden Zentimeter: Oben die VfL-Handballerinnen, unten die „Heißen Sägen“ von Stihl. Foto: ZVW

Kampf um jeden Zentimeter: Oben die VfL-Handballerinnen, unten die „Heißen Sägen“ von Stihl. Foto: ZVW

Ein Volksfest an der Rems

Maximalteilnahme und viel Publikumsandrang beim neunten Waiblinger Drachenbootcup

Waiblingen. Bierduschen können auch die Bayern nicht besser als die „Frauen aus Flake“ nach ihrem Sieg gegen die „Akku-Bunnys“ im Frauenfinale des 9. Waiblinger Drachenbootcups. Und wo sonst finden Siegesfeiern schon im Remswasser statt? Das Siegerteam bei den Herren, „Drogganae“, kam jedenfalls zur Siegerehrung nass wieder raus.


Drachenboote, die kuriosesten Kähne im Freizeitsport! 16 Ruderer, oft Mann und Frau gemischt und ebenso oft in krassen Kostümen, pflügen wie besessen das Flusswasser mit ihren Stechpaddeln, während ein Trommler den Takt vorgibt. Da macht Gewinnen doppelt Spaß. Weils im Rhythmus ins Rennen geht. Ein Rennen, das in Waiblingen jetzt zum 9. Mal stattfand. Und mehr Drachenboot-Cup war nie als dieses Jahr. Weder an Teams - 50 sind es, das logistisch mögliche Maximum - noch an Zuschauern. „Jedes Jahr werden es mehr“, stellt Ralf Eifris von der Rudergesellschaft Ghibellinia fest. Was Vereinsmitglied Silke Kleinmann-Sauter bestätigt. Beim Waiblinger Megaevent sei „noch nie so viel los gewesen“, wobei das schöne Wetter nicht für Publikums-Konkurrenz sorge, denn auch viele Freibadgäste würden gern mal vorbeigucken.

Zwei Boote hat die Ghibellinia dieses Jahr von den befreundeten Ruderern aus Nürtingen ausgeliehen, damit noch mehr geht beziehungsweise fährt. „Ein Geben und Nehmen“ laut Kleinmann-Sauter, da auch die Waiblinger jüngst Boote nach Nürtingen schickten.
Das „in einem Boot sitzen“ ist hier wörtlich zu nehmen

Der Drachenbootcup ist in erster Linie eine Gaudi, die den Gemeinschaftssinn fördert, das „In-einem-Boot-Sitzen“, und deshalb gern von Firmen frequentiert wird. Natürlich ist’s kein reiner Wettkampfsport, obwohl die Zuschauer am dicht gesäumten Remsufer beim Bootshaus der Rudergesellschaft Ghibellinia angesichts von panisch paddelnden und sportiv schwitzenden Wettkämpfern, die sich drei Wochen lang trainierend vorbereitet haben, einen anderen Eindruck bekommen mögen. Und obwohl die Zeiten am Ziel hochprofessionell sowohl mit Lichtschranke als auch mit Digitalvideo gemessen werden.

Aber trotz solcher Indizien darf der Waiblinger Drachenbootcup wohl doch eher als famoser Freizeitspaß gelten. Der freilich trotz eines sehr seltenen „toten Rennens“, bei dem zwei Teams exakt dasselbe Ergebnis einfahren, im Zeitrahmen bleiben kann, weil er derart perfekt durchgetaktet ist. Aber doch als sportliche Sause.

So sieht’s auch OB Andreas Hesky, 2006, kurz nach seinem Amtsantritt, noch selber mit im Gemeinderat-Boot und heute, bei der 9. Cup-Auflage, immerhin als Gast und Redner bei der Siegesfeier im Bootshaus präsent. Er hat mal gesagt, der Drachenboot-Cup sei Waiblingens wichtigstes Sportereignis. Und steht auch heute noch dazu. Wenngleich er präzisiert: „Dies ist nicht nur ein Sportereignis, das weit über Waiblingen hinausreicht, sondern ein Volksfest.“

Wer heuer die dicht gedrängten Menschenmassen auf der Remsbrücke bei der Ghibellinia und die vielen feiernden Fans an den Ufergestaden sieht, der wird dem nicht widersprechen. Von zehn bis 14 Uhr hat Regina Sauer vom SWR moderiert, jetzt übernimmt unten in dem kleinen Holzbau am Ufer Ghibellinia-Vorstand Dr. Werner Rentschler das Mikrofon und sagt das Mixed-Finale an.

Die Boote machen sich 250 Meter stromaufwärts, bei der Stihl-Brücke, startklar, während ein paar Jungs vor Übermut ins Remswasser springen und oben die Akku-Bunnys im Häschen-Kostüm zwischen ihren Fans Spalier laufen. Vereinzelt knallen Korken, weil irgendwo Sieger feiern. Aber gleich, wenn die Mixed-Teams vor dem Bootshaussteg um Sekunden kämpfen, gucken alle aufmerksam zu. Es wird mal wieder knapp werden (siehe Box).

Hier die Ergebnisse des 9. Waiblinger Drachenboot-Cups der Rudergesellschaft Ghibellinia:

Im Männer-Halbfinale besiegte das „Droggannae“-Team (1:18,92) „Drache unterm Kreuz“ (1:19,96), also ebenso knapp wie „Pommelhorses“ (1:22,26) das „König Ludwig“-Team (1:22,43). Im Finale siegten „Drogganae“ mit 1:21,56 „Pommelhorses“ mit 1:21,71, also wieder im Zehntelsekundenbereich.

Im Frauenhalbfinale besiegten die Akku-Bunnys mit 1:27,54 haarscharf die Heißen Sägen (1:27,56) und die Frauen aus Flake (1:27,31) die VfL-Handballerinnen (1:27,62). Im Finale setzten sich die „Frauen aus Flake“ mit 1:26,75 gegen die Akku-Bunnys mit 1:27,01 durch.

Im Mixed-Halbfinale gewannen „Link Mixed“ (1:23,67) gegen „Cool Dragon“ (1:23,76) und „Wasserstubendrachen“ (1:24,39) gegen „BBW Azubi Power“ (1:24,50). Finale: Sieger „Link Mixed“ in 1:23,84 gegen „Wasserstubendrachen“ in 1:23,92.

Quelle: ZVW



Weiter [Alt+c]Zur Übersicht [Alt+x]Zurück [Alt+y]

Suche

Anschrift

VfL Waiblingen 1862 e.V.
Abt. Handball
Oberer Ring 1
71332 Waiblingen

Telefon:
07151 98221-0

E-Mail:
handball@vfl-wai...

 


ITOGETHER