VfL Waiblingen - Gesamtverein

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Trainer Paul Herbinger war zufrieden mit seiner ersten Saison beim VfL.Foto: ZVW

Trainer Paul Herbinger war zufrieden mit seiner ersten Saison beim VfL.Foto: ZVW

VfL-Coach Herbinger lobt die Moral seines Teams

Handball, 3. Liga, Frauen: Wie im Vorjahr schloss der VfL Waiblingen die Saison mit dem dritten Platz ab

Die Neckarsulmer Sport-Union und der SV Allensbach sind in der 3. Handball-Liga Süd der Frauen eine Klasse für sich gewesen. Wie in der Saison davor, reichte es für den VfL Waiblingen zu Rang drei. „Allein schon vom Etat her können wir uns mit diesen Teams nicht messen“, sagt Paul Herbinger. Der Trainer ist dennoch zufrieden – und lobt die Moral seiner Spielerinnen.


Abschlusstabelle 3. Liga Süd der Frauen

 1. Neckarsulmer SU 26 881:665 48:4

 2. SV Allensbach 25 887:609 44:6

 3. VfL Waiblingen 26 836:751 38:14

 4. TSV Haunstetten 26 776:646 38:14

 5. TG Nürtingen 26 779:701 33:19

 6. TV Möglingen 25 660:614 28:22

 7. SG H2Ku Herrenberg 26 713:670 27:25

 8. HSG Freiburg 26 733:731 25:27

 9. ESV Regensburg 26 699:687 24:28

10. TV Grenzach 26 781:795 22:30

11. TV Nellingen II 26 717:815 17:35

12. TV Großbottwar 26 625:735 14:38

13. TSV Ismaning 26 556:829 4:48

14. HSG Albstadt 26 496:891 0:52

Die Unsicherheit bei den Waiblingerinnen war groß vor der Saison. Der Kader war zwar ordentlich verstärkt worden und auch in der Breite ausreichend besetzt. Ohne Beschwerden indes kamen nur wenige Spielerinnen durch die Vorbereitung, Sulamith Klein und Claudia Marczynski waren nach Kreuzbandrissen nicht einsatzfähig. Der neue Trainer Paul Herbinger musste von Beginn an improvisieren. In der Stamm-Sechs der Hinrunde fanden sich viereinhalb Neuzugänge wieder: Linksaußen Stephanie Frick, Rechtsaußen Munja Kotzian und die Spielmacherin Anna-Lena Unseld kamen von anderen Vereinen, Rückkehrerin Silke Heimburger aus einer eineinhalbjährigen Handballpause.

Außer auf Klein musste Herbinger in der Hinrunde sechs Wochen auf Sina Bast wegen eines Auslandsaufenthalts verzichten, Franziska Ramirez stieg nach einer Knöchelverletzung später ein, Klein erst in der Rückrunde. Und die mit Zweifachspielrecht ausgestatteten Bundesligaspielerinnen Tanja Padutsch (TuS Metzingen) und Anja Brugger (FA Göppingen) bekam der VfL nicht so oft frei, wie er sich das vorgestellt hatte. Padutsch verletzte sich zudem.

Nur zwei Spiele, in denen der VfL ohne Chance war

Angesichts der großen personellen Probleme spielte der VfL eine sehr gute Hinrunde. „Da haben wir die Basis gelegt“, sagt Herbinger. Nach 4:0 Punkten zum Auftakt – 31:29 gegen Grenzach und 28:24 in Möglingen – setzte es beim 30:41 in der Rundsporthalle gegen Neckarsulm am dritten Spieltag eine von fünf Saisonniederlagen. „Das war schon ein kleiner Dämpfer“, sagt der Trainer. Auch im Rückspiel stand der VfL gegen den Meister beim 23:40 auf verlorenem Posten. „Das waren im Grunde die beiden einzigen Spiele, in denen wir chancenlos waren“, sagt der Trainer.

Ärgerlich sei das 26:37 in Freiburg gewesen – wobei der VfL in diesem Spiel aus Krankheits- und Verletzungsgründen Mühe hatte, überhaupt eine Mannschaft aufs Feld zu bringen. Leer gingen die Waiblingerinnen auch bei ihrem Angstgegner ESV Regensburg aus (27:33). Was sie draufhaben, zeigten sie unter anderem beim 35:29 gegen den TSV Haunstetten, 36:33 gegen den Vizemeister SV Allensbach und 39:35 gegen die hoch gehandelten Herrenbergerinnen. So standen nach dem Ende der Hinrunde sehr gute 21:7 Punkte als Bilanz. Zum Spitzenreiter Neckarsulm betrug der Rückstand fünf Punkte, nur einen Zähler mehr auf dem Konto als der VfL hatte Allensbach.

Auch in der Rückserie ließ der VfL nur sieben Punkte liegen, unterlag außer beim Meister Neckarsulm nur beim Vizemeister Allensbach (29:41). Dennoch war früh klar, dass es angesichts der Dominanz der beiden Top-Teams nicht ganz nach oben reichen würde. „Trotzdem hat die Mannschaft bis zum Schluss alles gegeben“, sagt Herbinger. In vielen Spielen habe sie einen Rückstand umgebogen. Das zeige, dass die Moral und die Kondition intakt gewesen seien. Die größte Aufholjagd gelang den Waiblingerinnen in Haunstetten: Nach einem Elf-Tore-Rückstand erkämpften sie das 31:31-Unentschieden. Nachdem Ramirez und Klein nach Verletzungen ins Team zurückgekehrt waren, hatte Herbinger in der Rückrunde mehr Alternativen. Theoretisch, denn immer wieder fielen wichtige Spielerinnen aus beruflichen Gründen oder wegen Verletzungen aus. „Einige waren angeschlagen und haben auf die Zähne gebissen.“ Die Hierarchie im Team habe gestimmt, sagt Herbinger. „Wir hatten keinen Zickenkrieg, es gab nie Unruhe.“

Zur neuen Saison verliert der VfL fünf wichtige Spielerinnen, ebenso viele kommen hinzu (siehe Wer geht, wer kommt? Ob Waiblingen sein Niveau halten kann, wird sich zeigen. Herbinger hätte gerne noch eine Linkshänderin für den Rückraum verpflichtet, „aber für diese Position suchen viele Vereine eine Verstärkung“. Zudem sei der Etat ausgereizt. Herbinger versteht den Verein, dass er kein finanzielles Risiko eingehen möchte. Elf Feldspielerinnen und zwei Torhüterinnen hat der Trainer im Kader. Der große Vorteil dabei: Viele Spielerinnen können unterschiedliche Positionen ausfüllen. Vor allem im Rückraum dürfte der VfL dadurch schwerer auszurechnen sein.

In der nächsten Saison erwartet Paul Herbinger mit Haunstetten, Herrenberg und Nürtingen die üblichen Verdächtigen vorne. Regensburg und Grenzach traut er zu, vorne eingreifen zu können. Und der VfL Waiblingen?

„Wir möchten uns wie in dieser Saison unter den ersten sechs platzieren und möglichst den dritten Platz verteidigen.“ Jetzt genießen die Waiblingerinnen jedoch erst mal die Pause, ein Großteil des Teams gönnt sich die obligatorische Abschlussreise nach Mallorca. Die Saison startet am 14. und 15. September, der Trainingsauftakt ist für Anfang Juli geplant.

Quelle: ZVW



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