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M1 - TVB II

Foto: ZVW.

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VfL verliert Stadtderby

Handball Württembergliga Männer VfL Waiblingen – TV Bittenfeld 2 26:28 (15:13)

von Frank Ader
Ein echtes Derby erlebten die zahlreichen Zuschauer in der Waiblinger Rundsporthalle am Samstagabend. Hochklassig war es nicht, zu viele Fehler machten beide Mannschaften und die Unparteiischen. Am Ende siegte in der bis in die Schlussminuten umkämpften Begegnung etwas glücklich aber nicht unverdient der TV Bittenfeld.

Schon ein Blick auf die Aufstellung der Gäste ließ ein spannendes Spiel erwarten. Neben Dennis Szezesny und Martin Kienzle aus dem Zweiligakader reaktivierte der TV Jens Baumbach, der den Spielverlauf entscheidend mitprägen konnte. Die Anfangsphase gehörte dem VfL. Dank eines wie verwandelt spielenden Holger Mayer führte die Heimmannschaft nach sieben Minuten mit 5:3. Doch der TV zeigte schon bald seine Klasse, vor allem Dennis Szezesny war in dieser Phase immer für eine Überraschung gut. Da die beiden Hauptschützen der Teams Axel Steffens und Martin Kienzle mit ihren Würfen einen ganz schwachen Tag erwischt hatten, waren Tore im Derby eher Mangelware. Nach der 20. Minute holte sich der VfL die Führung zurück und konnte bis zum 15:13 Halbzeitstand einen minimalen Vorsprung behaupten. Neben dem starken Mayer, der seine fünf Tore all in der ersten Hälfte erzielte zeigte auch Maik Hammelmann eine solide Leistung im Tor.

Zu Beginn der zweiten Hälfte beim 16:13 und 17:14 sah es aber nur kurz so aus, als könne der Gastgeber den Vorsprung weiter ausbauen. Michael Seiz und Marvin Gille drehten das Spiel binnen fünf Minuten. Nun war der TV wieder am Drücker. Tragisch war die rote Karte in der 44. Minute nach der dritten Zeitstrafe gegen Marc Kallenberg. Alle drei Zeitstrafen waren in der Entstehung mehr als merkwürdig. Beim ersten Mal kassierte er wegen Schiebens eine gelbe Karte, ehe die Schiedsrichter bemerkten, dass er diese schon hatte. Bei der zweiten Strafzeit wurde Kallenberg am Gestrichelten ausgetanzt, nach dem verworfenen Versuch folgte zum Erstaunen aller ein Siebenmeterpfiff inklusive der ominösen Strafe. Bei der noch kurioseren dritten Bestrafung entschieden die Unparteiischen auf Stürmerfoul gegen Bittenfeld und zeigten dem völlig verduzten Kallenberg die dritte Strafe wegen angeblichen Schlagens. Nach der folgenden Unterzahl führte der TV mit 24:22. Alexander Heib, dem bis dahin wenig gelungen war, erzielte mit zwei schönen Einzelaktionen den 24:24 Ausgleich. Auch nach 56 Minuten stand es nach Onofras’ 26:26 immer noch Parie, spielentscheidend war die nächste Aktion aus dem Kuriositätenkabinett der Schiedsrichter. Szezesny wirft vom Kreis über das Tor, der Torschiedsrichter entscheidet per Geste auf Torab, überstimmt sich aber binnen einer Sekunde und zeigt auf den Siebenmeterstrich. Der VfL, dem in der zweiten Halbzeit spielerisch überhaupt nichts mehr einfield, vertändelte den nächsten Angriff, aber auch der TV scheiterte am erneut stark haltenden Marc Krammer. Uli Schmid versagten in der folgenden eins gegen Null Situation die Nerven, und auch er traf nur die Latte. Jens Baumbach krönte anschließend seine starke Leistung mit dem entscheidenden Wurf zum 28:26. Im letzten Angriff blieb der ebenfalls stark haltende Max Baldreich ein letztes Mal Sieger. Der viel umjubelte Auswärtssieg des TVB stand fest.

Ein hoch emotionales und hoch umkämpftes Derby sieht einen glücklichen aber nicht unverdienten Sieger, der VfL muss sich vorwerfen lassen, sein Leistungspotentia nicht abgerufen zu haben, konnte aber kämpferisch ebenfalls überzeugen.

VfL Waiblingen: Hammelmann, Krammer; Hellerich 2, C. Schmid, Kallenberg 2, Heib 4, Mayer 5, U. Schmid 1, Bürkle 2, Steffens 6/2, Onofras 3, Baumann, Miletic 1, Härtl

TV Bittenfeld: Baldreich, Krieg; Federhofer, Linsenmaier 1, Gentner 1, Gille 3, Kienzle 5, Luithardt 4/3, Baumbach 4, Schröder, Szezesny 6, Wissmann 1, Seiz 3, Volz



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