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Frauen 1

Paul Herbinger (58), neuer Trainer des Drittligisten VfL Waiblingen, plagen vor dem Saisonstart einige Sorgen. Foto: ZVW.

Paul Herbinger (58), neuer Trainer des Drittligisten VfL Waiblingen, plagen vor dem Saisonstart einige Sorgen. Foto: ZVW.

„Im Moment wär’s besser, ich wär’ Orthopäde“

Der neue Waiblinger Trainer Paul Herbinger hat einen schlagkräftigen Kader beisammen, etliche Spielerinnen sind jedoch angeschlagen

Zwei Torhüterinnen, 14 Feldspielerinnen, darunter sechs Neue: Für den Trainer der Waiblinger Drittliga-Handballerinnen gibt’s keinen Grund zu jammern. Aktuell indes kann Paul Herbinger nicht sagen, wer zum Saisonauftakt auf dem Spielfeld stehen wird. „Kaum eine Spielerin ist richtig fit“, sagt er. „Im Moment wär’s besser, ich wäre Orthopäde und nicht Trainer.“


Tanja Pfahl gehört beim VfL Waiblingen mehr oder weniger zum Inventar. An einen personellen Notstand wie in diesen Tagen kann sich die 29-jährige Rückraumspielerin aber nicht erinnern. „Mit zwei Kreuzbandrissen sind wir jedenfalls noch nie in die Saison gestartet“, sagt sie. Sulamith Klein (23), in der vergangenen Saison die herausragende Spielerin beim Drittligisten, verletzte sich Mitte Juli. Vor ein paar Tagen hat es die neue Linksaußen Claudia Marczynski (21) ebenso schwer erwischt.

Mit zwei Langzeitverletzten könnte der neue VfL-Trainer Paul Herbinger (58) noch einigermaßen leben. Vorausgesetzt, die restlichen 14 Feldspielerinnen wären gesund und durchweg verfügbar. „Dann hätten wir vor allem im Rückraum ein Luxusproblem“, sagt Herbinger. Das Dumme ist nur, dass kaum eine Spielerin richtig fit ist. „Ich bin froh, wenn ich zum Saisonstart drei von ihnen aufs Feld bringe.“

Sina Bast stieg nach ihrer Meniskusoperation verspätet ins Training ein. Die Allrounderin wird dem VfL zudem von Mitte Oktober an wegen eines Auslandsaufenthalts sechs bis acht Wochen fehlen. Gut verlaufen ist der Eingriff an Tanja Pfahls Schulter, allerdings bereitet ihr jetzt das Knie ein paar Schwierigkeiten. Die Schulter zwickt auch bei Rückkehrerin Silke Heimburger und Neuzugang Munja Kotzian. Franziska Ramirez hatte sich im finalen Training bei ihrem alten Verein, dem SV Allensbach, die Bänder am Knöchel gerissen und ist noch nicht wieder hundertprozentig hergestellt. Es gibt auch beschwerdefreie Rückraumspielerinnen. Jugend-Nationalspielerin Katharina Winger beispielsweise. Oder der prominenteste Neuzugang des VfL, Anna-Lena Unseld. Die 28-Jährige bringt Bundesligaerfahrung aus Nellingen und Göppingen mit. Unseld habe eine große Ausstrahlung, sagt Herbinger. Die Mannschaft wählte sie im Trainingslager zur neuen Spielführerin.

Gehofft hatten die VfL-Verantwortlichen, dass Sevgi Öztürk – zurück von ihrem Auslandsaufenthalt –, wieder einsteigen wird. Daraus indes wird wohl nichts. „Sie hätte uns gutgetan, weil wir mit Munja Kotzian nur eine Linkshänderin im Kader haben“, sagt Herbinger. Das stimmt allerdings nur halb, schließlich gehören auch Anja Brugger und Tanja Padutsch zum Team. Hinter ihnen steht jedoch ein dickes Fragezeichen: Beide sind mit Zweifachspielrecht bei FA Göppingen und beim TuS Metzingen ausgestattet. Erstzugriffsrecht haben die Erstligisten. Wobei Herbinger durchaus Hoffnung hat, Padutsch und Brugger hin und wieder einsetzen zu können. Zumindest der Spielplan ist VfL-freundlich: Es gibt einige Spieltage ohne terminliche Überschneidungen. „Wir müssen abwarten, wie’s läuft“, sagt Herbinger. Grundsätzlich plane er ohne die beiden. „Wenn sie bei uns spielen können, ist das natürlich ein Zubrot.“

Außer Öztürk und den beiden Teilzeit- spielerinnen Brugger und Padutsch fehlen aus dem Vorjahreskader lediglich Torhüterin Johanna Peters (hörte auf) und Christiane Haas, die zum HC Wernau wechselte. Nominell hat Paul Herbinger also eine durchaus konkurrenzfähige Mannschaft am Start. „Vom Papier her gehören wir sicher unter die ersten drei“, sagt der Trainer. „Wir müssen aber sehen, wie sich die Situation entwickelt.“ Die suboptimale Vorbereitung, in der Herbinger selten sein komplettes Team beisammenhatte, gibt weniger Anlass zu übermäßigem Optimismus.

Herbinger indes bleibt gelassen. „Die Gruppe funktioniert, wir haben gute Trainingsbedingungen und unsere Sponsoren unterstützen uns.“ Wie in der vergangenen Saison, möchte der VfL am Ende wieder das beste Team aus Württemberg sein. Damit dürfte ein Spitzenplatz sicher sein. Schließlich zählt der Trainer die Neckarsulmer Sport-Union, die TG Nürtingen, den TV Nellingen II, die HSG Albstadt und die SG Herrenberg zu den härtesten Konkurrenten. Einiges traut Herbinger einem badischen Konkurrenten zu. „Grenzach hat mal wieder halb Europa abgegrast.“ Bisher ist diese Strategie nicht aufgegangen. „Aber wenn das mal passen sollte ...“

Quelle: ZVW



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