VfL Waiblingen - Gesamtverein

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22.04.12 - Frauen 1 -

22.04.12 - Frauen 1 -

Sieg mit unnötiger Spannung

Frauen 3. Liga
VfL Waiblingen – HSG Freiburg 30:29 (18:13)

von Frank Ader
Unnötig spannend für den Waiblinger Fan, umso schöner für einen neutralen Beobachter machten es die Drittligadamen des VfL Waiblingen. Mit bis zu sieben Toren führten die Gastgeberinnen, lagen zwischenzeitlich sogar zurück und die Entscheidung fiel erst zehn Sekunden vor dem Abpfiff. Doch der Sieg entschädigte in einem recht ansehnlichen Drittligaspiel.

Ohne sich groß um irgendwelche Abwehraufgaben zu kümmern, legten beide Mannschaften ein hohes Tempo vor und Tore fielen wie reife Früchte vom Baum. Bereits nach zehn Minuten beim Stand von 6:6 sah sich Trainer Nadir Arif gezwungen, etwas mehr Konzentration und Einsatzbereitschaft in der Defensive einzufordern. Bis zum 10:8 blieb der Spielstand eng, doch keine fünf Minuten später führte Waiblingen mit 15:8 und es sah nach einem ruhigen Abendspiel aus. Zu stark schienen die Rückraumschützen Klein und Brugger, zu sicher trafen die Außen Padutsch und Haas und zu schnell schien Steffi Heinz, als dass man Freiburg eine reelle Chancen einräumen musste. Doch nach dem 16:9 schlichen sich die Unkonzentriertheit in die Abwehr zurück. Obwohl die HSG eigentlich sehr leicht auszurechnen war, da sie in der gesamten ersten Hälfte mit Daniela Ganter und Petra Pfannkuchen nur über zwei Torschützinnen verfügte, schmolz die Führung nach Treffern von Ganter auf 16:13. Da der VfL vor und nach der Pause auf 19:13 erhöhte, dachte keiner mehr an ein dramatisches Finale.

Doch Freiburg kam nun auch als Mannschaft besser ins Spiel. Es zeigte sich, dass die Gäste doch nicht nur zwei Torschützen im Kader haben. Nun war es eher der VfL, dem wieder einmal aufgrund des recht kleinen Kaders die Luft ausging. Bis zum 23:20 sah die Führung noch einigermaßen komfortabel aus, doch vier Treffer der Gäste in Folge bedeuteten bereits in der 47. Minute einen aus Waiblinger Sicht kaum mehr für möglich gehaltenen Rückstand. Doch die VfL Damen packten nun ihr Kämpferherz aus. In einer Partie auf Augenhöhe wechselte die Führung zwei, dreimal, ehe es nach dem 26:26 der Gastgeber war, der noch einmal eine Schippe zulegen konnte. Sulamith Klein, Steffi Heinz und Anja Brugger holten sich die Führung beim 29:26 sogar recht deutlich zurück. Freiburg verkürzte erneut, erzielte fünf Minuten vor dem Schlusspfiff durch den 10. Treffer von Daniel Ganter den 29:28 Anschlusstreffer und es folgten fast fünf torlose Minuten, da beide Mannschaften nun ihre Nerven nicht mehr im Griff hatten. Mehrfach scheiterte Waiblingen geradezu kläglich an der guten Gästetorhüterin, mehrfach verschenkte Freiburg durch technische Fehler gegen die nun aufmerksamere Waiblinger Deckung den möglichen Ausgleich. So dauerte bis 10 Sekunden vor dem Abpfiff, ehe Anja Brugger mit dem 30:28 für die Erlösung sorgte. Das 30:29, mit dem Schlusspfiff erzielt, hatte lediglich kosmetische Bedeutung. Am hart erkämpften Waiblinger Sieg änderte er nichts mehr nach einem Spiel, in dem die aufopferungsvoll gegen den Abstieg kämpfenden Gäste sicherlich einen Punkt verdient hätten und recht niedergeschlagen auf dem Spielfeld lagen, während sich die VfL Damen jubelnd in den Armen lagen.

VfL: Blum, Grabowski, Lessig, Klein 6/3, Heinz 6, Brugger 7/1, Haas 5, Winger, Bast, Lier, Stockhorst 1, Padutsch 5

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Einstellung gut, Ergebnis nicht
Freiburger Frauen unterliegen um ein Tor in Waiblingen.

HANDBALL (fho). Die HSG Freiburg musste im Abstiegskampf der dritten Liga eine bittere 29:30 (13:18)-Niederlage hinnehmen. Nach dem turbulenten Spiel beim Herbstmeister bleiben der Mannschaft von Trainer Ralf Wiggenhauser nurmehr zwei Spiele, um das Ruder noch herumzureißen. Das Bild nach dem Abpfiff verdeutlicht, wie die Partie der HSG gelaufen ist. "Ich kann mich nicht daran erinnern, wann die Spielerinnen das letzte Mal so zusammengesackt sind", erzählte ein vom Ergebnis ebenso enttäuschter Wiggenhauser.

Er hatte nach holprigem Start – nach 20 Minuten stand es 9:16 aus HSG-Sicht – die Deckung von 3-3 auf 6-0 umgestellt und dann auch schnell "die richtige Mischung" (Wiggenhauser) gefunden. Defensiv agierte Kiana Bramm im Mittelblock als Deckungsanker, zudem gab die gute Torfrau Ramona Moser der Abwehr in der Folge noch mehr Sicherheit. Offensiv waren es einmal mehr Petra Pfannkuchen und Daniela Ganter, die die Freiburger Aufholjagd anführten.

So ging die HSG in der 48. Minute erstmals mit 23:22 in Führung, gab diese aber postwendend wieder ab und lief bis zur 59. Minute, als es aus Sicht der Wiggenhauser-Sieben 28:29 stand, einem Rückstand hinterher. Die letzten 60 Sekunden führten dann dazu, dass am Ende fast alle Freiburger Spielerinnen in die Knie gingen: Waiblingen verliert den Ball, ein weiter Pass auf die gestartete Tanja Papke soll den punktbringenden Konter einleiten, aber die sonst so sichere Spielführerin bekommt die Kugel nicht unter Kontrolle. Die Heimmannschaft kommt erneut zum Angriff und zieht so kurz vor dem Ende auf zwei Tore weg.

Die Hoffnung, die sich aus einer erneut starken Leistung gegen eine starke Mannschaft nährt, paarte sich nach dem Spiel mit Untergangsstimmung und Enttäuschung. "Das war wahrscheinlich die bitterste Niederlage seit langem", so Wiggenhauser, "aber die Einstellung ist sehr gut. Noch so eine Leistung – und wir gewinnen wieder." Allerdings fürchtet der Trainer auch, "dass wir aus den letzten beiden Partien wahrscheinlich noch drei Punkte brauchen, um sicher drin zu bleiben." Gegen de beiden Gegner Neunkirchen (sechster Platz) und Regensburg (Achter) sicherlich kein leichtes Unterfangen.



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