VfL Waiblingen - Gesamtverein

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04.03.12 - Männer 1 -

Christopher Schmid versucht durchs Lautersteiner Armgewirr ein Kreisanspiel. Foto: ZVW

Christopher Schmid versucht durchs Lautersteiner Armgewirr ein Kreisanspiel. Foto: ZVW

Punkteteilung im Spitzenspiel

Handball-Württembergliga, Männer: VfL Waiblingen – SG Lauterstein 23:23 (10:12)

Es hat nicht ganz zum Sieg gereicht: In einem leidenschaftlichen und dramatischen Spitzenspiel der Handball-Württembergliga trennten sich der VfL Waiblingen und die SG Lauterstein 23:23.


Zweieinhalb Wochen bereitete sich Verfolger Lauterstein auf das für die Aufstiegsrunde so wichtige Spiel in Waiblingen vor. Wegen Krankheit und Verletzungen verlegten sie das Spiel der letzten Woche und traten in der Rundsporthalle mit ihrem kompletten Kader an.

Und wie sie auftraten: Topfit und in der Anfangsphase deutlich besser mit der nervlichen Belastung umgehend, spielte die SG den VfL an die Wand. Ein Dejà-vu-Erlebnis hatten die Waiblinger Schützen im Angriff: Wie schon im Hinspiel wurde Torhüter Nagel zum schier unüberwindbaren Hindernis. Sonst so sichere Vollstrecker wie Holger Mayer und Marc Kallenberg verwarfen in der Anfangsviertelstunde mehr als eine Handvoll klarster Möglichkeiten. 1:6 nach 10 Minuten, 2:8 nach einer Viertelstunde – früh schien die bis dahin so einseitige Partie entschieden.

Nach der Einwechslung von Uli Schmid ins Waiblinger Angriffsspiel ging endlich ein Ruck durch die Mannschaft. Zusammen mit seinem Bruder Christopher konnten die Schmids zumindest einige erfolgreiche Akzente setzen. Während der VfL nun wie ein Eichhörnchen mühsam, aber beständig Tore einsammelte, geriet der Lautersteiner Angriffswirbel komplett ins Stocken. Wesentlichen Anteil daran hatte der sich extrem steigernde Maik Hammelmann im Waiblinger Gehäuse. So keimte beim Halbzeitstand von 10:12 durchaus wieder Hoffnung auf, das Spiel noch zu drehen.

Diese Hoffnung bekam aber schnell den nächsten Dämpfer, denn auch der Start in die zweite Hälfte verlief atemberaubend schlecht. Lauterstein erhöhte auf 10:14 und hielt die Vier-Tore-Führung bis zum 14:18.

Aber Axel Steffens, der sich auf der halblinken Position am Samstag deutlich wohler fühlte, und der noch am unbekümmertsten spielende Johannes Felden trafen nun sogar aus dem Rückraum – und als Holger Mayer seinen bis dahin so glücklosen Tag mit zwei schönen Treffern von Linksaußen vergessen machte, war der VfL beim 18:19 nach 48 Minuten zurück im Spiel.

Doch es folgte der dritte Nackenschlag an diesem Abend: Zwei weitere Fehlpässe luden die SG geradezu dazu ein, in der 52. Minute wieder auf 19:22 davonzuziehen.

Waren die SG-Spieler nach ihrer starken Anfangsphase im weiteren Verlauf des Spiels vor allem durch unendlich lang erscheinende Verletzungs-Behandlungszeiten aufgefallen, brachten sie in das bis dahin erstaunlich faire Spiel mit nur zwei Strafzeiten je Mannschaft den Faktor Härte ins Boot. Während die erste Rote Karte in der 53. Minute aus einer Spielsituation heraus eher eine harte Schiedsrichterentscheidung war, grenzte die mit der zweiten Roten Karte geahndete Aktion von Markus Stubern, der beim Tempogegenstoß Axel Steffens von hinten die Beine wegzog, an eine absolute Tätlichkeit.

Inzwischen hatten die Remstäler ganz klar das Kommando übernommen. Martin Johansson und Maik Hammelmann waren nicht mehr zu überwinden. Uli Schmid, Axel Steffens und Johannes Felden sorgten für den Ausgleich. Die erste Führungsmöglichkeit wurde durch die Rote Karte noch verhindert, den anschließenden Siebenmeter verwarf Flaviu Onofras, der bei diesem Spiel überhaupt keine Akzente setzen konnte – doch in der 58. Minute war es so weit, Steffens sorgte per Rückraumknaller für das viel umjubelte 23:22. Die bestens gefüllte Rundsporthalle stand Kopf, die Stimmung erreichte ihren Siedepunkt.

Zweimal hatte der VfL die Möglichkeit, sogar auf zwei Tore Vorsprung zu erhöhen, zweimal versagten die Nerven. Aber auch die Gäste scheiterten bei einer freien Harpune an Hammelmann.

Nach einem Stürmerfoul und weiterem Fehlschuss der SG zeigte die Uhr bei Ballbesitz Waiblingen nur noch 25 Sekunden Restspielzeit an. Johannes Felden suchte jedoch vergeblich eine Anspielstation, der Ball landete im Seitenaus – und Lauterstein nutzte seinen letzten Angriff zum Ausgleich. Im letzten Waiblinger Angriff wurde Onofras kurz vor Abpfiff siebenmeterreif gefoult, die Schiedsrichter entschieden aber auf Kreis. Das Drama war beendet.

Es bleibt noch ein Vermerk über eine sehr merkwürdige und unglückliche Verbandsentscheidung: Zu diesem quasi vorgezogenen Spiel der Aufstiegsrunde waren doch tatsächlich zwei Schiedsrichter aus Deizisau eingeteilt, deren eigenes Team ebenfalls mit hoher Wahrscheinlichkeit an dieser Aufstiegsrunde teilnimmt. Egal, wie das Spiel enden würde, die Unparteiischen standen damit immer im Fokus.

Der VfL hat nun mit 1:3 Punkten eine sehr schwierige Ausgangsposition, zeigte aber eindrucksvoll, mit welch toller Moral die Truppe auch scheinbar aussichtslose Situationen angehen kann. Es wartet ein spannender Mai.

VfL: Hammelmann, Krammer; Johansson, Hellerich, C. Schmid 3, Kallenberg 2, Mayer 2 Felden 4, U Schmid 5/3, Abelmann, Härtl, Steffens 5/2, Onofras 1, Baumann 1.

Quelle: ZVW



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