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06.02.12 - Frauen 1 -

Kerstin Zimmermann gibt ihren Spielerinnen Anweisungen: Dieses Bild wird’s künftig nicht mehr geben. Die Trainerin hat ihren Posten beim VfL zur Verfügung gestellt. Foto: ZVW

Kerstin Zimmermann gibt ihren Spielerinnen Anweisungen: Dieses Bild wird’s künftig nicht mehr geben. Die Trainerin hat ihren Posten beim VfL zur Verfügung gestellt. Foto: ZVW

Zimmermann wirft hin beim VfL Waiblingen

Paukenschlag bei den Handballfrauen des VfL Waiblingen: Kerstin Zimmermann hat ihr Traineramt beim Tabellenführer der 3. Liga mit sofortiger Wirkung niedergelegt. „Es gibt seit längerem Differenzen mit zwei Spielerinnen“, sagt sie. Jörg Heinz, beim VfL zuständig für den Frauenhandball, zeigt sich überrascht. „Ich bin vor vollendete Tatsachen gestellt worden.“

Es gibt Trainerrücktritte, die sich abzeichnen und solche, die überraschen. Der von Kerstin Zimmermann gehört zweifelsohne zur zweiten Kategorie. Der VfL Waiblingen war die Mannschaft der Hinrunde, drehte den Aufstiegsfavoriten SV Allensbach und FSV Mainz 05 von Spieltag zu Spieltag eine lange Nase, gab nur einen einzigen Punkt ab in 15 Spielen und thronte an der Tabellenspitze.

Zuletzt haben die Waiblingerinnen zwar zweimal in Folge verloren. Nach wie vor indes sind sie Spitzenreiter – und ausgerechnet vor dem Top-Duell am Samstag gegen den punktgleichen FSV Mainz 05 hat die Trainerin hingeworfen. Grund für ihren Rückzug, sagt Zimmermann, seien „Differenzen mit zwei Spielerinnen“, die seit längerer Zeit bestünden. Sie sei lange genug im Geschäft um zu erkennen, dass solche Differenzen dem Erfolg des VfL im Wege stünden. Ein „unschöner Vorfall“ beim Spiel gegen die HSG Albstadt, bei dem eine der besagten Spielerinnen beteiligt gewesen war, sei letztlich ausschlaggebend für ihren Entschluss gewesen. „Dies und auch zeitliche Gründe haben mich dazu bewogen zurückzutreten.“

Gute Zusammenarbeit, trotzdem trennen sich die Wege

Nun gehen der VfL und Zimmermann also früher als geplant getrennte Wege. In der nächsten Saison, so die Trainerin, hätte sie sowieso nicht mehr zur Verfügung gestanden. Egal, ob der VfL den Aufstieg in die 2. Liga geschafft hätte oder nicht. „Der Zeitaufwand ist einfach zu groß“, sagt sie. „Mit normaler beruflicher Belastung ist der Handball in solchen Ligen nur schwer unter einen Hut zu bringen.“ Es sei ihr nicht leicht gefallen, den VfL zu verlassen, sagt Zimmermann weiter. „Ich habe eine sehr gute Mannschaft gehabt, die Zusammenarbeit mit Jörg Heinz war sehr, sehr gut. Ich würde mich freuen, wenn der VfL Waiblingen den Aufstieg schaffen würde.“ Sie drücke der Mannschaft jedenfalls aus der Ferne die Daumen.

Sichtlich überrascht von Zimmermanns Rücktritt ist Jörg Heinz, beim VfL Waiblingen zuständig für den Frauenhandball. „Ich bin mehr oder weniger vor vollendete Tatsachen gestellt worden“, sagt er. Er könne Zimmermanns Entscheidung, welche die Trainerin alleine getroffen habe, „nicht richtig nachvollziehen“. Er sei in die zwischenmenschlichen Differenzen zwischen der Trainerin und den beiden Spielerinnen nicht miteinbezogen worden. „Ansonsten hätte ich eine Lösung finden müssen“, sagt Heinz. „Wie die ausgesehen hätte, kann ich jetzt nicht sagen.“

Zimmermanns Aussage, sie wolle dem Erfolg des VfL nicht im Wege stehen, müsse er akzeptieren. „Allerdings finde ich’s sehr schade.“ Die Zusammenarbeit mit der Trainerin sei sehr gut gewesen. „Es waren zwei schöne und erfolgreiche Jahre.“

So oder so: Der VfL steht erstmal ohne Trainer da. „Wir haben uns sofort bemüht, die Nachfolge zu regeln“, sagt Heinz. Das jedoch sei nicht ganz so einfach, gute Trainer stünden nicht gerade in der Warteschlange. Eine externe Lösung sieht Heinz auf die Schnelle nicht. „Deshalb werden wir’s vorübergehend intern lösen, mit eigenen Ressourcen.“ Am Samstag gegen den FSV Mainz 05 wird Heinz selbst die Verantwortung übernehmen. Derweil freut sich Kerstin Zimmermann auf die handballerische Pause, sie will zunächst ihren Akku wieder aufladen. „Das hat schon alles viel Kraft gekostet.“ Den Spaß am Handball jedoch habe sie nicht verloren. „Ich würde schon gerne wieder etwas machen, aber nicht auf diesem hochklassigen Niveau.“

Kerstin Zimmermann (45) spielte und rainierte in Schönaich, Böblingen, Sindelfingen, Fellbach und Winnenden.
Die B-Lizenz-Inhaberin stieg im Jahr 2003 mit der SG Schorndorf von der Landesliga in die Verbandsliga auf und von dort in die Württemberg- und Baden-Württemberg-Oberliga.

Quelle: ZVW



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