VfL Waiblingen - Gesamtverein

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26.10.11 - Frauen 1 -

Foto: Steinemann

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„Jeder kann sich denken, wie ich mich fühle“

Katharina Winger begann beim TSV Allmersbach mit dem Handballspielen, wechselte von dort zur SG Weissach. Über den TV Großbottwar und die B-Jugend der SG Schorndorf kam die Jugend-Nationalspielerin vor dieser Saison zum Drittligisten VfL Waiblingen. Verletzungsbedingt muss sie am Freitag das Länderspiel von der Tribüne aus verfolgen.

Handball. Am Freitag spielt die weibliche U17-Auswahl des Deutschen Handball-Bundes in der Waiblinger Rundsporthalle gegen Frankreich. Für Katharina Winger vom Drittligisten VfL Waiblingen wär’s ein Heimspiel. Die 16-Jährige muss allerdings wegen einer Meniskusoperation zusehen. „Ich hoffe, dass ich in acht Wochen wieder fit bin“, sagt sie im Interview.

Frau Winger, wie geht’s Ihrem Knie?

Danke, gut. Der Heilungsprozess könnte von mir aus schneller gehen, aber mein Physio ist zufrieden mit mir beziehungsweise mit meinem Knie. Ich bereite mich jetzt schon im Kraftraum auf die Zeit vor, in der ich wieder dabei sein kann.

Wie ist die Prognose? Wann werden Sie wieder Handballspielen können?

Wann ich wieder spielen kann, kann man nicht genau sagen. Ich hoffe, in acht Wochen bin ich wieder topfit.

Sicher hatten Sie sich darauf gefreut, vor eigenem Publikum ein Länderspiel zu bestreiten. Wie groß ist denn der Frust, dass Sie am Freitag in der Rundsporthalle gegen Frankreich nicht dabei sein können?

Nach einer Verletzung am 9. Oktober im Spiel mit der Schorndorfer A-Jugend gegen Metzingen ging alles drunter und drüber. Zuerst bestand Verdacht auf Kreuzbandriss. Aber dann hat sich Gott sei Dank herausgestellt, dass es nur ein Meniskusriss war. Trotzdem ist für mich an diesem Tag eine Welt zusammengebrochen. Ich war am darauffolgenden Dienstag zu einem Training der Jahrgänge 1992 bis 1995 mit Bundestrainer Andreas Schwabe in Bietigheim eingeladen, die Woche darauf wäre ich auf einem DHB-Lehrgang mit Länderspielen gegen Frankreich im Rahmen des Deutsch-französischen Jugendwerks gewesen. All das ging mir in diesem Augenblick durch den Kopf. Ich darf gar nicht daran denken: Im eigenen Land, in Württemberg, und dann auch noch im Heimatverein. Da kann sich sicher jeder denken, wie ich mich fühle.

Bei Ihrem ersten größeren Turnier mit der Jugend-Nationalmannschaft wurden Sie im Sommer bei der U17-EM in Tschechien Zehnter. Hatten Sie sich nicht ein bisschen mehr erhofft?

Ja, schade. Es wäre toll gewesen, wenn wir auch an der WM nächstes Jahr hätten teilnehmen können.

Wie zufrieden waren Sie mit sich selbst?

Für mich war es ein riesiges Erlebnis, das ich erstmal verarbeiten musste. Die ersten Spiele war ich nur kurz im Einsatz, doch das hat sich dann von Spiel zu Spiel gesteigert. Beim letzten Spiel gegen Kroatien wurde ich sogar zur besten Spielerin des Spiels gewählt. Das war für mich bisher die größte Auszeichnung überhaupt.

Zur neue Saison wechselten Sie vom Württemberg-Ligisten SG Schorndorf zum Drittligisten VfL Waiblingen. Wie schwer ist Ihnen die Integration in ein neues Team und die Umstellung auf die höhere Liga gefallen?

Da ich erst 16 Jahre alt bin, habe ich für diese Saison ein Doppelspielrecht für Schorndorf in der A-Jugend und bei den Frauen in Waiblingen. Zuvor habe ich bei den Schorndorfer Frauen ausgeholfen, was mir auch riesigen Spaß gemacht hat. Der Wechsel nach Waiblingen ist mir überhaupt nicht schwergefallen. Ich wurde von Anfang an toll in die Mannschaft integriert und auch das Training mit Kerstin Zimmermann macht mir sehr viel Spaß und bringt mich auch weiter. Jedoch ist ein deutlicher Unterschied im körperlichen Bereich zur Württembergliga spürbar, doch genau diese Härte muss ich lernen, um international mithalten zu können. Ich freue mich, schon bald wieder dabei zu sein.

Der Saisonstart hätte für den VfL besser kaum sein können. Nach sechs Spielen führt Waiblingen die Tabelle verlustpunktfrei an. Was ist drin für Waiblingen in dieser Saison?

Da es meine erste Saison in Waiblingen ist, kann ich über die Gegner und ihre Leistungsstärke nichts sagen. Ich freue mich natürlich sehr, dass wir die Tabelle anführen und hoffe, dass es noch lange so bleibt.

Ihr kurzfristiges Ziel dürfte wohl sein, möglichst schnell wieder gesund zu werden. Welche mittel- und langfristigen Ziele haben Sie sich gesteckt?

Gesund werden und gesund bleiben, ist das Allerwichtigste. Von Kerstin Zimmermann und den Frauen in Waiblingen möchte ich weiterhin sehr viel lernen, immer mehr Einsatzzeiten bekommen und auch in Zukunft im DHB bleiben und für Deutschland spielen.

Quelle: WKZ



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