VfL Waiblingen - Gesamtverein

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23.10.11 - Frauen 1 -

Katharina Blum gab die entscheidene Wende in der 2. Hälfte (Foto: VfL)

Katharina Blum gab die entscheidene Wende in der 2. Hälfte (Foto: VfL)

Achterbahnfahrt bis zum siebten Saisonsieg

Handball, 3.Liga, Frauen:

VfL Waiblingen – TG Nürtingen 32:27

(Von Frank Moser)
(fmo). Die Erfolgsserie der Waiblinger Handballfrauen in der 3. Liga hält an. In einem spannenden und wechselvollen Spiel setzte sich der VfL gegen den Aufsteiger TG Nürtingen dank zweier fulminanter Zwischenspurts mit 32:27 (15:16) Toren durch.

Bis der siebte VfL-Sieg im siebten Spiel feststand, durchliefen die beiden Teams, die Trainer und die rund 200 Zuschauer in der Waiblinger Rundsporthalle ein Wechselbad der Gefühle. Die TG Nürtingen erwischte den deutlich besseren Start. Egal, wie aussichtsreich die Wurfpositionen der VfL-Spielerinnen auch waren, ob frei von Außen, vom Kreis oder vom Siebenmeterstrich: Alle Versuche scheiterten an der überragenden Nürtinger Torfrau Carla Weiss. Erst nach sieben Minuten überwand Anja Brugger erstmals die Gästekeeperin. Doch da auch anschließend weiterhin beste Chancen vergeben wurden, zog Nürtingen durch Verena Breidert und Nadine Hofmann bis zur 13. Minute auf 8:3 davon. Erst jetzt platzte der Knoten im bis dahin zu statischen VfL-Spiel. Knapp zehn Minuten lang machte die Heimmannschaft mächtig Dampf, zog ihr gefürchtetes Tempospiel auf. Dabei trumpfte vor allem Sulamith Klein mit Einsatz und Treffsicherheit auf. Am Ende der Partie sollte die Rückraumspielerin mit 12 Toren auch die beste Torschützin der Partie werden. Gegen den Sturmlauf des Gastgebers konnte nun auch Weiss im Nürtinger Tor nichts mehr ausrichten. Mit einem 9:1-Lauf drehte der VfL das Spiel zum 12:9 - um danach jedoch wieder unkonzentriert zu agieren. Der VfL vergab den nächsten Strafwurf und kassierte jetzt auch Treffer in Unterzahl. Bis zum Pausenpfiff holten sich die Gäste eine knappe 16:15-Führung zurück.

Die ersten Minuten des zweiten Durchgangs waren eine Kopie der ersten Viertelstunde. Bei Nürtingen wurde Frances Günthel nun immer stärker. Die bundesligaerfahrene Ex-Göppingerin hatte wesentlichen Anteil daran, dass der Aufsteiger wieder das Ruder übernahm. Nach 43 Minuten führten die Nürtingerinnen mit 25:21. Der VfL indes vergab zwei weitere Strafwürfe, und es sah in dieser Phase nicht nach einer neuerlichen Wende aus. Doch ein weiterer Torhüterwechsel beim VfL brachte die Initialzündung für eine fulminante Schlussviertelstunde des VfL. Katharina Blum hielt mit tollen Reaktionen über zehn Minuten ihren Kasten sauber. Vorne starteten die Waiblingerinnen ihren zweiten Sturmlauf in dieser Partie. Nürtingen versuchte durch eine noch offensivere Deckung den Waiblinger Rückraum zu stören. Das gelang nur bedingt, da nun vor allem Sina Bast und Christiane Haas die größeren Abwehrlücken im Eins-gegen-Eins-Spiel ausnutzten. Der VfL hielt das Tempo hoch und drehte mit sieben Toren in Folge ein zweites Mal diese Begegnung. Erst ein Strafwurf in der 53. Minute brachte die TG Nürtingen nochmals auf 26:28 heran. Doch nun ließ sich der VfL nicht mehr die Butter vom Brot nehmen. Anja Brugger blieb in der Schlussphase je zwei Mal vom Strafwurfstrich und von Rechtsaußen cool und traf zum 32:27-Erfolg für den weiterhin verlustpunktfeien Tabellenführer

VfL-Trainerin Kerstin Zimmermann zeigte sich in der anschließenden Pressekonferenz natürlich zufrieden. Ihre Mannschaft habe von Beginn an gut gespielt, die Gästetorhüterin hätte eben zunächst ein besseres Ergebnis verhindert. Die Torhüterposition war dann in der Schlussviertelstunde erneut ein mit ausschlaggebendes Kriterium, nun aber mit umgekehrten Vorzeichen. Nürtingens Coach Wilfried Günther zeigte sich etwas enttäuscht über die Niederlage. Aber in der entscheidenden Phase konnte sein Team nicht mehr genug entgegensetzen, so dass der VfL-Sieg letztendlich auch aus seiner Sicht in Ordnung geht.

VfL Waiblingen: Blum, Grabowski, Peters; Öztürk (2/1), Klein (12), Pfahl (3), S. Heinz, Brugger (6/3), Haas (2), Bast (2), Stockhorst (1), Padutsch (4).
TG Nürtingen: Weiss, Strobelt; Kunicke (3), Molner, Jahn, Wachtarz (2), Cleve (1), Ritter, Binder (1), Hofmann (5/2), Kärcher, Breidert (6/3), Frances (9).

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Und das schreibt unser Gast die TG Nürtingen
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aus der Nürtinger Zeitung:

TGN bringt Primus lediglich ins Wanken
Handball, 3. Liga Süd, Frauen: Nürtingen unterliegt in Waiblingen in den letzten Minuten 27:32

Eine spannende und temporeiche Partie bot sich den rund 150 Zuschauern am Samstag in der Waiblinger Rundsporthalle. Auf Augenhöhe präsentierte sich dabei die TG Nürtingen dem gastgebenden VfL Waiblingen, der die Liga verlustpunktfrei anführt. Mit 32:27 behielt Waiblingen am Ende deutlicher die Oberhand, als es der Spielverlauf ahnen ließ.

VON JüRGEN SIGEL
„Ich habe es angekündigt, dass es schwer wird“, bekannte VfL-Trainerin Kerstin Zimmermann erleichtert nach dem positiven Ausgang der Partie zugunsten der Gastgeberinnen. Verwundert rieben sich nämlich die Anhänger des VfL Waiblingen die Augen, als der bislang verlustpunktfreie Tabellenführer gegen den frechen Aufsteiger aus dem Neckartal nach zehn Minuten mit 1:6 zurücklag. Nach einer kleinen Orientierungsschwierigkeit zeigte nämlich der Liganeuling aus Nürtingen eine starke Leistung.

Beflügelt von den Paraden, die Carla Weiss im TG-Kasten gleich reihenweise an den Tag legte, setzte sich die TGN schnell auf 3:0 ab und nutzte konsequent die sich bietenden Chancen. Trotz Unterzahl, als die erneut druckvoll agierende Frances Günthel im Angriff der TGN eine Zeitstrafe absitzen musste, vergrößerte Nadine Hofmann mit entschlossenen Aktionen und einem Doppelpack die Nürtinger Führung.

Zunächst von dem selbstbewussten Auftritt der TGN geschockt, ließ aber die Gegenwehr des Tabellenführers nicht lange auf sich warten. VfL-Trainerin Zimmermann nahm einige Umbesetzungen auf Seiten der Gastgeberinnen vor, die bald auch Früchte trugen. Die von Sindelfingen gekommene Grabowski im Waiblinger Tor setzte mit einer parierten freien Einwurfmöglichkeit das Zeichen zum Gegenangriff. Während sich nun die TGN einige Fehlversuche leistete, wurde Waiblingen immer treffsicherer. Insbesondere Sulamith Klein im Rückraum der Gastgeberinnen trumpfte dabei gewaltig auf.

„Es ist uns zwar gelungen, die Kreise von Spielmacherin Pfahl weitgehend einzuengen, jedoch bekamen wir Klein nie wirklich in den Griff“, musste Wilfried Günther zugeben und attestierte der überragenden VfL-Spielerin eine außergewöhnliche Leistung. Mit vier Treffern in Folge und weiteren drei bis zum Pausenpfiff legte die agile Klein den Grundstein zur Wende für die Gastgeberinnen. Dennoch lag die TGN noch beim Kabinengang mit 16:15 vorne. Aufgrund eines Verwirrspiels um die offizielle Spielanzeige – das Kampfgericht konnte dem schnellen Spielgeschehen nicht mehr so recht folgen – hätte es aber nach Meinung der TG-Anhänger mindestens 16:14 für die Turngemeinde lauten müssen, da den Gastgebern irrtümlich ein Treffer der TGN gutgeschrieben wurde.

Die TG Nürtingen ließ sich aber trotz dieses Intermezzos nicht so leicht aus dem Tritt bringen. Mit wechselnden Torschützen gelang es, weiter die Führung zu verteidigen und in der 41. Minute nach einem Zweierpack von Frances Günthel gar wieder mit 20:24 deutlich zu führen. Ausgehend von einer vergebenen freien Einwurfmöglichkeit kehrte plötzlich Unsicherheit ins Spiel der Turngemeinde ein. Die bis dahin schwungvoll vorgetragenen Angriffe kamen ins Stocken und das eine oder andere Mal wurden Würfe aus wenig erfolgversprechenden Situationen unternommen. Zudem lief die eingewechselte VfL-Torhüterin Katarina Blum zu bestechender Form auf, sodass die Angriffe der Turngemeinde wirkungslos verpufften.

Zwölf Minuten lang blieb die TGN somit ohne weitere Zähler, während Waiblingen nun entsprechend auftrumpfte. Wieder war es Klein, die erneut die Wende zugunsten des VfL einleitete. Mit ihren insgesamt elf Treffern brachte sie Waiblingen auf die Siegesstraße. Bei der Turngemeinde schlichen sich außerdem Unsicherheiten ein, die in Ballverlusten mündeten. „Trotz allem haben wir ein gutes Spiel gezeigt und stets dagegengehalten“, bescheinigte Günther seinen Spielerinnen eine intakte Moral, die auch durch die genannten Umstände nicht gelitten hat.

In den letzten acht Minuten bäumte sich die TGN noch einmal auf, vermochte aber die Niederlage nicht mehr abzuwenden. Nach dem 29:26 durch Frances Günthel (57.) verletzte sich auch noch die überragende TG-Angreiferin schwer, wodurch der Widerstand der Gäste vollends brach. Das amtliche Endergebnis 32:27 wurde jedenfalls dem Spielgeschehen keineswegs gerecht.

VFL Waiblingen – TG Nürtingen 32:27

VfL Waiblingen: Blum, Grabowski, Peters; Oztürk (2/1), Pfahl (3), Klein (11), Brugger (6/3), Stockhorst (1), Padutsch (4), Stimmler (2), Haas (2), Bay.
TG Nürtingen: Weiss, Strobelt; Hofmann (6/2), Cleve, Jahn, Molner, Ritter, Günthel (9), Breidert (6/3), Kunicke (3), Wachtarz (2), Kärcher, Binder (1).
Schiedsrichter: Dieler/Bischer (Offenburg).
Zeitstrafen: Padutsch, Pfahl (2), Stimmler – Günthel (2), Kunicke, Hofmann, Wachtarz.

Quelle: Nürtinger Zeitung



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