VfL Waiblingen - Gesamtverein

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25.09.11 - Frauen 1 -

Katharina Blum war ein starker Rückhalt (Foto: VfL)

Katharina Blum war ein starker Rückhalt (Foto: VfL)

Verloren geglaubtes Spiel gedreht

Handball, 3.Liga, Frauen:

VfL Waiblingen – SG H2Ku Herrenberg 30:27 (15:16)

(Von Frank Moser)

(fmo). Die Begegnungen zwischen den Frauenhandballteams aus Waiblingen und Herrenberg waren schon in den vergangenen Jahren immer heiß umkämpfte Spiele. Und auch beim jüngsten Aufeinandertreffen der beiden Drittligisten schien Alfred Hitchcock das Drehbuch geschrieben zu haben. Der VfL lag schon aussichtlos mit 10:16 hinten, kämpfte sich jedoch binnen weniger Minuten ins Spiel zurück. Am Ende landete der VfL mit dem 30:27 (15:16) den dritten Sieg im dritten Spiel.

Beide Teams starteten mit hohem Tempo in das Spitzenspiel in der mit rund 350 Zuschauern besetzten Rundsporthalle. Das 2:0 der Gäste hatte der VfL nach weniger als drei Minuten wieder ausgeglichen. Wie erwartet taten sich die Waiblingerinnen gegen das 6:0-Abwehrbollwerk der SG sehr schwer. Daher musste der VfL den Erfolg über schnelle Gegenangriffe suchen. Doch hier scheiterte der Gastgeber in der Anfangsphase gleich drei Mal frei vor dem Tor stehend. Hinzu kamen einige Ballverluste durch Unachtsamkeiten und ungenaues Passspiel. Herrenberg hingegen zeigte kaum Nervosität und stellte die VfL-Abwehr immer wieder bloß. Nach 14 Minuten führte der Gast mit 9:6. Allein die Schorndorfern Alisa Berger hatte bis dahin, auch auf freundliche Einladung der VfL-Abwehr, fünf Mal getroffen. Im Waiblinger Angriff ging in den nächsten Minuten nur noch wenig zusammen und so enteilte die SG bis zur 27. Minute auf 16:10. Aufgrund des bisherigen Spielverlaufs und der Überlegenheit der Gäste deutete nichts mehr auf einen Waiblinger Erfolg hin. Doch plötzlich und wie aus dem Nichts ging ein Ruck durchs Waiblinger Team. Innerhalb von nur zweieinhalb Minuten erzielte Waiblingen fünf Treffer in Serie. Zudem brachte der Torhüterwechsel auf Katharina Blum der Mannschaft stärkeren Rückhalt.

Zur Pause (15:16) war also in diesem verrückten Spiel alles wieder offen. Zumal Christiane Haas gleich nach Wiederbeginn den Ausgleich erzielte. Nun war es für die Teams und Anhänger beider Kontrahenten ein Wechselbad der Gefühle. Das 19:18 durch Christrina Stockhorst war die erste Waiblinger Führung überhaupt, beim 22:20 für die SG schienen Herrenberg wieder die besseren Karten zu haben. Die Dramatik spitze sich immer weiter zu, die Führung wechselte hin und her. Spiegelbild des VfL-Auftritts war Tanja Pfahl. Im ersten Durchgang noch neben sich, sorgte sie nun mit ihren Toren vom Siebenmeterpunkt und aus dem Rückraum dafür, dass ihr Team im Spiel blieb. Aber es war die gesamte VfL-Mannschaft, die durch ihren kämpferischen Einsatz überzeugte. Suli Klein, Steffi Heinz und Sevgi Öztürk schossen den VfL zwischen der 47.und 49. Minute zur 26:24 Führung. Doch Berger erzielte quasi im Alleingang den neuerlichen Ausgleich (27:27). Die letzten Minuten gehörten jedoch Waiblingen und am Ende jubelte das VfL-Team über einen 30:27-Erfolg in einem denkwürdigen Spiel.

Gästecoach Heiko Fleisch und VfL-Trainerin Kerstin Zimmermann waren sich anschließend einig, dass die Partie auch Unentschieden hätte enden können. Doch Fleisch erkannte auch, dass sein neuformiertes junges Team in der entscheidenden Phase noch die Reife und Ruhe fehlte.

VfL Waiblingen: Blum, Peter, Grabowski; Öztürk (5), Klein (4), Pfahl (10/4), S. Heinz (3), Brugger (2), Haas (1), Winger , Bast (2), Stockhorst (1), Padutsch (2).

SG H2Ku Herrenberg: Niksch, Lide; Berger (11), Wehe, Arold, Gebhard (2), Frey (4/3), Krone (1), Gloger (1), Bühner (1), Stonawski, Eipper (2), Janoch (5/2).

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Und das schreibt unser Gast die SG H2Ku Herrenberg
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SG-Frauen zahlen wertvolles "Lehrgeld"

Diese Niederlage hätte nicht sein müssen: Die Frauen der SG H2Ku Herrenberg haben trotz einer zwischenzeitlichen Sechs-Tore-Führung kurz vor dem Wechsel am Ende das Spitzenspiel beim VfL Waiblingen noch mit 27:30 (16:15) aus der Hand gegeben – und damit die ersten beiden Verlustpunkte der aktuellen Saison kassiert. “Im Angriff hat uns schlichtweg die nötige Erfahrung gefehlt”, musste SG-Coach Heiko Fleisch feststellen.

Von Sven Gruber

Die Schlusssirene in der Waiblinger Rundsporthalle war längst ertönt. Eine Chance hatte die SG in diesem Drittligaspiel allerdings noch: Freiwurf. Doch Alisa Berger ließ den Ball angesichts einer schwarz-weißen Abwehrwand bestehend aus sechs Waiblinger Feldspielerinnen nach dem Anpfiff wie einen Sack Kartoffeln auf den Boden plumpsen – ein Treffer mehr hätte an der schmerzlichen 27:30-Niederlage der Gäste sowieso nichts mehr geändert. Dementsprechend geknickt verließ die 18-Jährige das Feld in Richtung Bank.

“Diese Niederlage tut schon ein bisschen weh”, gab SG-Trainer Heiko Fleisch nach Spielschluss zu. Denn knapp 28 Minuten hatte sein Team so gut wie alles richtig gemacht: Die 6:0-Abwehr verschob schnell und geschickt. Die Waiblinger Offensive um die wurfgewaltige Sulamith Klein fand nur schwer eine Lücke im dichten Abwehrverbund der SG. Auch über außen konnte der VfL kaum Druck auf den Kasten von Torfrau Monika Lide ausüben.

Die gegnerische Kreisläuferin Stephanie Heinz war in der SG-Defensive in allerbesten Händen und bekam so gut wie keine Zuspiele. Darüber hinaus konnten Claudia Janoch & Co. von zahlreichen technischen Fehlern im Waiblinger Angriffsreigen profitieren – das spielte Fleischs Team zusätzlich in die Karten. Folgerichtiger Zwischenstand nach zehn Minuten: 7:4 für das Gäuteam.

Den Vorsprung konnte die SG H2Ku – zwar um zwei Treffer geschrumpft – dank eines konzentrierten Abschlusses und einer sehr hohen taktischen Disziplin in den Offensivaktionen bis zum 10:9 (20.) verteidigen. “Wir wollten das Spiel ähnlich wie gegen Nürtingen in die Breite ziehen. Das ist uns bestens gelungen”, erklärte Fleisch. Zwischen der 20. und 27. Minute verwandelte sein Team die Chancen zur 16:10-Führung eiskalt, konnte sich zudem auf die Fehler der Gastgeber und vor allen Dingen auf Monika Lide verlassen: Die SG-Torhüterin hatte alleine in der ersten Hälfte zehn Mal die Oberhand. Umso bitterer, dass ihre insgesamt 20 (!) Paraden am Ende nicht mit einem Sieg belohnt wurden.

Doch ein Keeper-Wechsel von Kerstin Zimmermann brachte die Gäste gehörig aus dem Tritt. Katharina Blum ersetzte Johanna Peters zwischen den Pfosten – und parierte gleich den Siebenmeter von Berger (28.). Anschließend blieb das VfL-Tor bis zur Pause wie vernagelt und der komfortable Sechs-Tore-Vorsprung schmolz nach fünf Treffern des VfL in Folge wie Butter in der Sonne. Pausenstand 16:15 – die Sieben von Trainerin Zimmermann-Truppe war zurück im Spiel. “Das war der große Bruch für uns”, so Fleisch. Denn der Rückenwind der erfolgreichen Aufholjagd flaute auch nach dem Wechsel und dem 16:16-Ausgleich durch Linksaußen Christiane Haas (31.) nicht ab. Sieben Minuten brachte die für Stephanie Heinz an den Kreis eingewechselte Christina Stockhorst den VfL mit 19:18 erstmals in Front.

Kurze Zeit später der nächste sportliche Nackenschlag für die SG. In doppelter Überzahl mussten die Gäste erst den 20:20-Ausgleich durch Waiblingens Rechtsaußen Sevgi Öztürk hinnehmen. Im Gegenzug leisteteten sich die Kuties einen Schrittfehler (40). Zwar sorgte vor allem Alisa Berger mit vier ihrer insgesamt zehn Tore in dieser heiklen Phase dafür, dass das Match bis zum 27:27 (54.) ausgeglichen blieb. Der Aufwand im Abschluss war allerdings im Vergleich zum ersten Durchgang enorm gestiegen, der Kräfteverschleiß machte sich zusehends in immer mehr Flüchtigkeitsfehlern bemerkbar.

Die brachten die Gäste letztlich um den verdienten Lohn zumindest eines Zählers. Denn eigene Ballgewinne schenkte die SG am gegnerischen Kreis leichtfertig wieder her: Einerseits entschärfte VfL-Torfrau Peters viele Würfe. Andererseits unterlief Julia Bühner beim Stand von 27:28 ein bitterer Schrittfehler (58.). Im Gegenzug konnte Alisa Berger zwar den Ball erobern und einen Tempogegenstoß einleiten – doch Lisa

Gebhard glitt das Spielgerät im entscheidenden Moment aus der Hand und kullerte in den Waiblinger Kreis. Stephanie Heinz besiegelte im Anschluss mit dem 29:27 die 27:30-Niederlage der SG H2Ku. “Die Abwehr war heute top. Im Angriff hat uns in den wichtigen Momenten schlichtweg die nötige Erfahrung gefehlt, um das cooler herunterzuspielen”, zog SG-Coach Heiko Fleisch aus der Niederlage dennoch etwas Positives: “Sie erdet uns und macht uns reifer.”

SG H2Ku Herrenberg: Lide, Nicksch (beide im Tor), Janoch (5/2), Berger (10), Gloger, Wehe, Arold, Frey (6/3), Eipper (2), Krone (1), Bühner (1), Gebhard (2), Stonawski

VfL Waiblingen: Peters, Blum, Grabowski (alle im Tor), Öztürk (5), Klein (4), Pfahl (9/4), Heinz (4), Brugger (2), Haas (1), Winger, Bast (2), Stockhorst (1), Padutsch (2)

Quelle: Gäubote vom Montag,26.September 2011



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