VfL Waiblingen - Gesamtverein

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25.09.11 - Frauen 1 -

5 Treffer trug Linkshänderin Sevgi Öztürk bei (Foto: VfL)

5 Treffer trug Linkshänderin Sevgi Öztürk bei (Foto: VfL)

Verloren geglaubtes Spiel gedreht

(Von Frank Moser)
Die Begegnungen zwischen den Frauenhandballteams aus Waiblingen und Herrenberg waren schon in den vergangenen Jahren immer heiß umkämpfte Spiele. Und auch beim jüngsten Aufeinandertreffen der beiden Drittligisten schien Alfred Hitchcock das Drehbuch geschrieben zu haben. Der VfL lag schon aussichtlos mit 10:16 hinten, kämpfte sich jedoch binnen weniger Minuten ins Spiel zurück. Am Ende landete der VfL mit dem 30:27 (15:16) den dritten Sieg im dritten Spiel.

Beide Teams starteten mit hohem Tempo in das Spitzenspiel in der mit rund 350 Zuschauern besetzten Rundsporthalle. Das 2:0 der Gäste hatte der VfL nach weniger als drei Minuten wieder ausgeglichen. Wie erwartet taten sich die Waiblingerinnen gegen das 6:0-Abwehrbollwerk der SG sehr schwer. Daher musste der VfL den Erfolg über schnelle Gegenangriffe suchen. Doch hier scheiterte der Gastgeber in der Anfangsphase gleich drei Mal frei vor dem Tor stehend. Hinzu kamen einige Ballverluste durch Unachtsamkeiten und ungenaues Passspiel.

Herrenberg hingegen zeigte kaum Nervosität und stellte die VfL-Abwehr immer wieder bloß. Nach 14 Minuten führte der Gast mit 9:6. Allein die Schorndorfern Alisa Berger hatte bis dahin, auch auf freundliche Einladung der VfL-Abwehr, fünf Mal getroffen. Im Waiblinger Angriff ging in den nächsten Minuten nur noch wenig zusammen und so enteilte die SG bis zur 27. Minute auf 16:10. Aufgrund des bisherigen Spielverlaufs und der Überlegenheit der Gäste deutete nichts mehr auf einen Waiblinger Erfolg hin.

Doch plötzlich und wie aus dem Nichts ging ein Ruck durchs Waiblinger Team. Innerhalb von nur zweieinhalb Minuten erzielte Waiblingen fünf Treffer in Serie. Zudem brachte der Torhüterwechsel auf Katharina Blum der Mannschaft stärkeren Rückhalt. Zur Pause (15:16) war also in diesem verrückten Spiel alles wieder offen. Zumal Christiane Haas gleich nach Wiederbeginn den Ausgleich erzielte. Nun war es für die Teams und Anhänger beider Kontrahenten ein Wechselbad der Gefühle.

Das 19:18 durch Christina Stockhorst war die erste Waiblinger Führung überhaupt, beim 22:20 für die SG schienen Herrenberg wieder die besseren Karten zu haben. Die Dramatik spitze sich immer weiter zu, die Führung wechselte hin und her. Spiegelbild des VfL-Auftritts war Tanja Pfahl. Im ersten Durchgang noch neben sich, sorgte sie nun mit ihren Toren vom Siebenmeterpunkt und aus dem Rückraum dafür, dass ihr Team im Spiel blieb.

Aber es war die gesamte VfL-Mannschaft, die durch ihren kämpferischen Einsatz überzeugte. Suli Klein, Steffi Heinz und Sevgi Öztürk schossen den VfL zwischen der 47.und 49. Minute zur 26:24 Führung. Doch Berger erzielte quasi im Alleingang den neuerlichen Ausgleich (27:27).

Die letzten Minuten gehörten jedoch Waiblingen und am Ende jubelte das VfL-Team über einen 30:27-Erfolg in einem denkwürdigen Spiel. Gästecoach Heiko Fleisch und VfL-Trainerin Kerstin Zimmermann waren sich anschließend einig, dass die Partie auch Unentschieden hätte enden können. Doch Fleisch erkannte auch, dass sein neuformiertes junges Team in der entscheidenden Phase noch die Reife und Ruhe fehlte.

VfL Waiblingen: Blum, Peter, Grabowski; Öztürk (5), Klein (4), Pfahl (10/4), S. Heinz (3), Brugger (2), Haas (1), Winger, Bast (2), Stockhorst (1), Padutsch (2).

SG H2Ku Herrenberg: Niksch, Lide; Berger (11), Wehe, Arold, Gebhard (2), Frey (4/3), Krone (1), Gloger (1), Bühner (1), Stonawski, Eipper (2), Janoch (5/2).

Quelle: ZVW



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