VfL Waiblingen - Gesamtverein

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23.09.11 - Frauen 1 -

Für Steffi Heinz und den VfL Waiblingen steht morgen die erste ernsthafte Prüfung auf dem Programm: Es kommt der württembergische Konkurrent SG H2Ku Herrenberg. Bild: Steinemann

Für Steffi Heinz und den VfL Waiblingen steht morgen die erste ernsthafte Prüfung auf dem Programm: Es kommt der württembergische Konkurrent SG H2Ku Herrenberg. Bild: Steinemann

Das Derby ist ein Spitzenspiel

Handball, 3. Liga, Frauen:
VfL Waiblingen und SG H2Ku Herrenberg liegen mit 4:0 Punkten an der Tabellenspitze

Nach dem 35:24-Sieg bei der HSG Albstadt steht für die Drittliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen morgen das zweite baden-württembergische Derby an. Die SG H2Ku Herrenberg erwischte mit 4:0 Punkten einen ebenso perfekten Saisonstart wie der VfL. Die Fans werden also ein Spitzenspiel sehen zwischen dem Vierten und Dritten der vergangenen Saison.

VfL Waiblingen (1. Platz, 4:0 Punkte) – SG H2Ku Herrenberg (2. Platz, 4:0 Punkte/Samstag, 20 Uhr).
30:22 gegen den TV Grenzach, 35:24 bei der HSG Albstadt: Mit so eindeutigen Siegen des VfL Waiblingen zum Saisonauftakt war nicht unbedingt zu rechnen. Morgen wartet auf das Team von Trainerin Kerstin Zimmermann eine weitaus härtere Prüfung: Mit Herrenberg kommt der Vorjahresvierte in die Rundsporthalle. Nach diesem Spiel wird der VfL mehr wissen über seine eigene Leistungsstärke. Denn bei allem Respekt vor den bisherigen Gegnern: Die mit einem Mini-Kader ausgestatteten TV Grenzach und HSG Albstadt zählen nicht zu den Top-Teams der Liga. „Ganz klar, das waren Pflichtsiege“, sagt VfL-Trainerin Kerstin Zimmermann. Ihr Team sei in den ersten beiden Spielen nicht an die Leistungsgrenze gegangen. „Es gibt noch viel Luft nach oben.“

So schmeckten der Trainerin die 24 Gegentreffer gegen Albstadt nicht, viele seien über Eins-gegen-eins-Aktionen zustande gekommen. Morgen dürfen sich die Waiblingerinnen solche Nachlässigkeiten nicht erlauben.

Beim württembergischen Nachbarn hat sich in der Sommerpause einiges getan. Dabei ist nicht nur der Name neu: 18 Jahre lang passte die SG Haslach-Herrenberg-Kuppingen in keine Tabelle, ab sofort laufen die Mannschaften unter der offiziellen Bezeichnung SG H2Ku Herrenberg auf.

Erhebliche Veränderungen gab’s im Kader, sechs Spielerinnen haben die SG verlassen: Berna Ulucan, Kathrin Mäuerle, Kathrin Zang, Elisabeth Stocker, Nathalie Eisenmann und Torjägerin Anja Gloger.

Die sechs Neuen sind durchweg höchstens 21 Jahre alt: Die Schwestern Vanessa (21) und Rebecca Frey (19) kommen von der HSG Schönbuch, schnupperten zuletzt beim TuS Metzingen Bundesligaluft. Vom Zweitligaabsteiger HSG Albstadt kam Lisa Gebhard (21), die Linkshänderin spielte davor beim VfL Waiblingen.

Ebenfalls in Metzingen war Freya Stonawski (18) aktiv, aus der eigenen zweiten Mannschaft rückt Nora Arold (19) auf. Die Schorndorfer Jugend-Nationalspielerin Alisa Berger (18) versuchte ein Jahr beim Erstligisten FA Göppingen ihr Glück und hat in den ersten Spielen für die SG gezeigt, welch’ großes Talent sie ist: Beim 57:16-Sieg im Pokal gegen den Landesligisten TSV Schwieberdingen traf sie zwölfmal. Beim 25:22 im ersten Punktspiel beim TSV Haunstetten war sie mit acht Treffern beste Werferin und beim 33:28 gegen die TG Nürtingen gelangen ihr gar 16 Tore.

Claudia Janoch ist der Kopf der Herrenberger Mannschaft

Vor allem der Sieg gegen den starken Aufsteiger Nürtingen dürfte SG Selbstvertrauen für das Spiel in Waiblingen gegeben haben. „Dieser Erfolg ist ein kleines Signal an die Konkurrenz“, sagte der Herrenberger Trainer Heiko Fleisch nach dem Spiel.

Kerstin Zimmermann hat sich das Spiel der SG gegen Nürtingen auf Video angesehen. „Ich denke, Herrenberg ist wie wir noch nicht an die Grenze gegangen.“ Das Niveau des Spiels sei ebenfalls nicht sonderlich hoch gewesen – was zu Saisonbeginn aber nicht ungewöhnlich sei.

Prunkstück der SG sei die 6:0-Deckung mit dem groß gewachsenen Mittelblock und die routinierte Claudia Janoch. Auch im Eins-gegen-eins sei die SG ziemlich stabil, sagt Zimmermann. Alles in allem habe die SG ein sehr lauffreudiges Team und verfüge über ein sehr gutes Gegenstoßspiel. Auch wenn ihr mit Torjägerin Anja Gloger hierbei eine wichtige Spielerin fehlt.

„Ich sehe Herrenberg in der Favoritenrolle“, sagt Zimmermann. „Aber wir haben keine Angst und sollten das Heimspiel gewinnen.“ In den folgenden beiden Partien warten mit dem FSV Mainz 05 und dem SV Allensbach zwei Aufstiegskandidaten, gegen die der VfL nicht unbedingt mit Punkten rechnen darf. „Dann hätten wir 4:6 Punkte, das wäre kein so guter Start.“

Zimmermann erwartet ein hartumkämpftes Derby – schließlich hätten beide Mannschaften den Anspruch, bestes württembergisches Team in der 3. Liga zu sein. In der vergangenen Saison besiegten die Waiblingerinnen den Gegner zweimal. „Allerdings kann man die beiden Mannschaften nicht mehr vergleichen.

Ein kleines Fragezeichen steht hinter Tanja Padutsch. Sie war unter der Woche mit der Schule unterwegs und wird am Samstagabend zurückerwartet.
Quelle: ZVW

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Und das schreibt unser Gast die SG H2Ku Herrenberg
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Geordneter Rückzug ist die beste Verteidigung

Das zweitplatzierte Drittliga-Frauenteam der SG H2Ku Herrenberg will heute Abend beim VfL Waiblingen (20 Uhr) nach Möglichkeit seine weiße Weste beibehalten. Dazu muss das Team von Coach Heiko Fleisch im Gipfeltreffen an der Rems den aktuellen Tabellenführer besiegen. “Wir müssen ein besonderes Augenmerk auf unser Rückzugsverhalten legen”, hat der SG-Trainer schon eine klare Vorgabe.

Sven Gruber

Für Heiko Fleisch sind Duelle mit dem VfL Waiblingen um Trainerin Heike Zimmermann immer etwas Besonderes. “Wir kennen uns ewig und schätzen uns zudem sehr”, sagt der Trainer des Gäuteams mit ein klein wenig Vorfreude in der Stimme. Das mag auch damit zu tun haben, dass die Chefin auf der gegnerischen Bank ihrem Kollegen zumeist eine Überraschung sportlicher Natur bereitet: “Es war, glaube ich, 1994, als sie mich in einem Aufstiegsspiel zur Regionalliga mit ihrer Taktik regelrecht überrumpelt hat”, erinnert sich Fleisch an eine seiner ersten schmerzlichen Niederlagen. Damals führte der 41-Jährige noch beim TV Nellingen an der Seitenlinie Regie, Zimmermann wirbelte als Spielertrainerin für die SV Winnenden über das Parkett. “Ich hatte mit allem gerechnet – aber nicht mit zwei Kreisläuferinnen”, räumt der SG-Coach respektvoll ein.

In der vergangenen Runde schlug die Handball-Expertin Zimmermann der Fleisch-Mannschaft gleich zwei Schnippchen: In der Markweghalle siegte der VfL Waiblingen in einem temporeichen Match am Ende hauchdünn mit 36:35. Im Rückspiel schickte die Zimmermann-Sieben die SG-Frauen mit einer deftigen 32:41-Klatsche im Gepäck auf die Heimreise. “Das wird uns dieses Mal allerdings nicht passieren”, prophezeit der SG-Trainer selbstbewusst.

Das dürfte zum einen an der momentanen Verfassung seiner Mannschaft liegen. “Der Sieg am vergangenen Wochenende gegen Nürtingen hat viele Zweifel weggewischt und unser Selbstvertrauen weiter gestärkt. Dadurch hat es sich unter der Woche fast wie von selbst trainieren lassen”, stellt Fleisch zufrieden fest. Zum anderen hat das Team gegen den ambitionierten Aufsteiger trotz einer gut zehnminütigen Schwächephase Mitte der zweiten Hälfte den 33:28-Efolg trotzdem am Ende noch souverän nach Hause gebracht.

“Der VfL Waiblingen hat zu Beginn zwei sichere Siege gegen Grenzach und Albstadt gefeiert. Das zeigt mir, dass die Mannschaft funktioniert”, erklärt Fleisch. Er ist vor allem vor dem schnellen Tempospiel der Gastgeber gewarnt. “Daher müssen wir besonderes Augenmerk auf unser Rückzugsverhalten legen. Denn in Neuzugang Christine Haas und Linkshänderin Sevgi Öztürk besitzt der VfL zwei pfeilschnelle und technisch sehr gute Spielerinnen”, kennt der Übungsleiter der Gäusieben die Stärke der gegnerischen Truppe bestens. Je geordneter sich die SG daher nach ihren Angriffen zurückziehen kann – desto stabiler sollte auch die bewährte 6:0-Defensive stehen.

Auf die dürfte sowieso wieder Schwerstarbeit zukommen. Beim Tabellenvierten der vorangegangenen Saison hat sich das Gesicht der aktuellen Mannschaft kaum verändert: Nach wie vor streifen sich Tanja Pfahl und Sulamit Klein den Waiblinger Dress über. Erstgenannte treibt im halblinken Rückraum ihr Unwesen und sorgt – bedingt durch ihre Körpergröße – aus der Distanz für Gefahr. Zudem verfügt sie über ein gutes Zweikampfverhalten sowie ein großes Repertoire an cleveren Kreisanspielen. Sulamit Klein ist enorm wurfgewaltig. “Darauf müssen wir in unserer Defensivarbeit wirklich achten”, fordert Fleisch.

Sonderlich viele Gedanken über neue taktische Vorgaben muss sich seine Defensive dabei nicht machen. “Wir spielen so wie zuletzt: Geschickt verschieben und im richtigen Moment eine Attacke setzen”, erklärt er. Im Angriff hat Fleisch unter der Woche vorsorglich zum Offensivspiel gegen eine 6:0-Formation auch die taktische Marschroute gegen eine offensive 5:1-Deckung einstudieren lassen. “Sicher ist sicher”, sagt Fleisch. Noch einmal möchte er sich von Zimmermanns Kniffen nicht überrumpeln lassen.

Quelle:Gäubote vom Samstag,24.September 2011



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