VfL Waiblingen - Gesamtverein

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19.09.11 - Frauen 2

Nadja el Kurd parierte 15 Sekunden vor dem Ende noch einen 7m und sicherte den Frauen 2 einen Sieg zum Start (Foto: VfL)

Nadja el Kurd parierte 15 Sekunden vor dem Ende noch einen 7m und sicherte den Frauen 2 einen Sieg zum Start (Foto: VfL)

Knapper Erfolg zum Start

Württembergliga Frauen:

HSG Leinfelden-Echterdingen – VfL Waiblingen 2 23:24 (8:14)

von Petra Stimmler
Mit gerade mal acht Feldspielerinnen reisten die VfL Damen bei der HSG Leinfelden-Echterdingen an. Zu den Langzeitverletzten Lea Peifer und Vanessa Gruber reihte sich Lara Fessmann (berufsbedingt).

Von Beginn an agierten die Waiblingerinnen bissiger, schneller und agiler. Aus einer aggressiven und gut stehenden Abwehr schalteten sie blitzschnell auf Angriff um und überrollten den Gegner förmlich. Fand die HSG dennoch Lücken in der Abwehr der Gäste, war die stark haltende Nadja El-Kurd zur Stelle. Sie war es auch die mit ihren Traumpässen immer wieder die Gegenstöße einleitete. Nach 12 Minuten lag der VfL mit 3:10 vorn. Doch plötzlich stellte das Team von Maren Kölz das Handballspielen ein. Im Angriff lief der Ball nicht mehr so flüssig, das Waiblinger Spiel wirkte statisch und drucklos. Auch leistete man sich zu viele Fehlwürfe. Zehn Minuten ohne Torerfolg sprechen Bände. Die Abwehr glich einem Schweizer Käse, so dass die Filderstädterinnen mit vier Toren in Folge zum 7:10 aufschließen konnten. Den drohenden Ausgleich vor Augen, besann sich das VfL- Team auf seine Tugenden. In den verbleibenden acht Minuten bis zur Pause ließ es nur noch einen Gegentreffer zu. Meli Seeger, Saskia Stimmler, Silvana Thiemar und Jessi Cyklarz sorgten mit ihren Treffern für die beruhigende 8:14 Halbzeitführung.

Mehr Aggressivität, dagegenhalten und im Angriff den Torerfolg ausspielen, statt sich in Einzelaktionen zu verheddern, forderte Maren Kölz in der Kabine von ihren Schützlingen.
Doch schon zu Beginn des zweiten Durchgangs ließen diese die nötige Aggressivität in der Defensive vermissen. Das Angriffsspiel wirkte verkrampft. Drei verwandelte Siebenmeter von Silvana Thiemar und den bereits vierten gehaltenen von Nadja El-Kurd verhinderten, dass die Gastgeberinnen in dieser Partie auf mehr als fünf Tore herankamen. Nach 40 Minuten führte Waiblingen noch mit 12:17. Doch es kam schlimmer: Abstimmungsprobleme in der Abwehr, der Angriff ohne Esprit und Druck lud die Heimmannschaft zur Aufholjagd ein. Tor um Tor schlossen sie zum 17:18 auf. Beim 18:18 fiel zum ersten Mal der Ausgleich. Das Spiel des VfL wurde immer zerfahrener. Auch der Unparteiische trug jetzt mehr und mehr zur aufkommenden Hektik bei. Jede eins-gegen-eins Aktion des Gegners wurde mit Siebenmeter bestraft, die die stärkste HSG Spielerin Nina Steeb souverän verwandelte. Jetzt war es die Heimmannschaft, die stets ein Tor vorlegte, Waiblingen glich aus. In dieser Phase hielt vor allem Bettina Bay mit ihren Toren, ihre Mannschaft im Spiel. Eine von Maren Kölz beim Spielstand von 22:22 genommene Auszeit zeigte Wirkung. Noch einmal erspielte sich ihr Team einen zwei-Tore Vorsprung zum 22:24. In der 59. Minute konnte die HSG nochmals zum 23:24 verkürzen. Spannung pur! Den folgenden Angriff schloss Waiblingen zu früh ab, im Gegenzug bekam die Heimmannschaft ihren zehnten Siebenmeter zugesprochen. Doch Nadja El-Kurd parierte und rettete ihrer Mannschaft den am Ende glücklichen Sieg.

Will man im kommenden Derby gegen den SC Korb punkten, bedarf es einer gehörigen Leistungs-steigerung.

VfL Waiblingen:El-Kurd, Nowak/ Cyklarz (3/0), Stimmler (3/0), Bay (4), Thiemar (9/3), Seeger (1), Kretschi (1), Kirchner, Möss (3).

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Und das schreibt unser Gastgeber die HSG Leinfelden-Echterdingen
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Die beste Spielerin avanciert zur tragischen Figur

Handball. Die Frauen der HSG Leinfelden-Echterdingen verlieren trotz einer Steigerung nach der Pause zum Auftakt in der Württembergliga mit 23:24 gegen den VfL Waiblingen II.

Von Susanne Degel
Erkan Sener hat gewusst, was er zu tun hatte. Kaum war der Schlusspfiff in der Partie zwischen den Handballerinnen der HSG Leinfelden-Echterdingen und der Drittliga-Reserve aus Waiblingen verklungen, eilte der Trainer zu Nina Zeeb, nahm sie in den Arm und sprach ihr tröstende Worte zu - und sicherlich auch solche des Lobes. Die Rückraumspielerin war in den 60 Minuten zuvor die Beste auf Seiten der Gastgeberinnen gewesen - und 15 Sekunden vor dem Ende zur tragischen Figur avanciert, als sie mit einem Siebenmeter an der Torfrau Nadja El-Kurd scheiterte und damit die 23:24-Niederlage ihrer Mannschaft besiegelte. Sechs Strafwürfe hatte Zeeb zu diesem Zeitpunkt bereits verwandelt gehabt, im siebten Anlauf versagten ihr die Nerven. Somit ist der Saisonstart für das Filderteam in der Württembergliga zumindest vom Ergebnis her missglückt.

Freilich: Schuldzuweisungen, dass es zum durchaus verdienten Punkt nicht gereicht hatte, wollte keiner machen, schon gar nicht an Zeeb, vor der auch schon Caroline Dinkelacker (zweimal) sowie Daniela Docters Siebenmeter verworfen hatten. Erkan Sener zeigte sich am Ende zumindest mit der kämpferischen Leistung "sehr zufrieden". Es war vor allem die erste Spielhälfte, in der sich seine Mannschaft um das mögliche Erfolgserlebnis brachte. Nach einer Viertelstunde führte der Gegner mit 8:3, und das ohne große Mühe. Im Angriff schenkten die Echterdingerinnen den Ball zu oft her, was vor allem Silvana Thiemar nutzte, nämlich zu vier Gegenstoßtoren. Und in der Abwehr beließen es Janika Hummel und Co. beim Zuschauen. Egal ob Schlagwurf, Sprungwurf oder Eins-gegen-Eins-Aktion - die Gegenwehr tendierte gegen Null. Zur Pause stand es 8:14.

Was immer Sener seinen Spielerinnen dann in der Kabine gesagt haben mag, seine Worte sind angekommen. Vor allem in puncto Einsatzwillen schaltete das Heimteam ein paar Gänge hoch. Dies hatte zur Folge, dass das Waiblinger Angriffsspiel ins Stocken kam. Und auch vor dem gegnerischen Tor spielten die Gastgeberinnen plötzlich wesentlich druckvoller, dies auch dank zweier personeller Veränderungen. Nina Zeeb spielte fortan für Daniela Docters, die den Rest der Partie von der Bank aus verfolgte, im linken Rückraum. Und auf der rechten Seite durfte der Neuzugang Kirsten Häusler ran. Nach 45 Minuten war die Begegnung wieder ausgeglichen - 18:18. Als dann auch noch Bianca Seerau, die Alexandra Brändle in der Pause im Echterdinger Tor abgelöst hatte, einen Strafwurf von Thiemar hielt, schien sich das Geschehen zugunsten der HSG Leinfelden-Echterdingen zu drehen.

Schien. Ein Tor von Vera Kretschi und ein neuerlicher Gegenstoßtreffer - Häusler hatte im Angriff den Ball verloren - bedeuteten schließlich das Aus. Es war dies nicht die einzige Phase, in der sich wie schon in der Vergangenheit gezeigt hat, dass der Mannschaft eine echte Führungsspielerin fehlt. Eine, die nicht nur die Hektik aus dem Spiel nimmt, sondern auch wortgewaltig bestimmt, was in kritischen Momenten zu tun ist. Diese Rolle konnte das Filderteam auch am Samstagabend nicht besetzen. Und so steht der neue Coach Erkan Sener alles in allem noch vor einiger Arbeit.

HSG Leinfelden-Echterdingen: Brändle, Seerau; Dinkelacker, Häusler (3), Lauer, Schwenke (3), Docters (1), Anja Zeeb (1), Nina Zeeb (10/6), Hummel (3), Kroer (1), Schwarz (1), Dietrich.

VfL Waiblingen II: El-Kurd, Nowak; Cyklarz (3), Stimmler (3), Bay (4), Thiemar (9/3), Seeger (1), Kretschi (1), Kirchner, Möss (3).

Quelle: Stuttgarter Zeitung (Filder Zeitung)



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