VfL Waiblingen - Gesamtverein

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10.09.11 - Abteilung -

Der neue Abteilungsleiter des VfL Waiblingen, Steffen Leßig (links), will einiges bewegen. Unterstützt wird er unter anderem von Frauen-Spielleiter Jörg Heinz (Mitte) und dem stellvertretenden Abteilungsleiter Frank Ader (rechts). Bild: Steinemann

Der neue Abteilungsleiter des VfL Waiblingen, Steffen Leßig (links), will einiges bewegen. Unterstützt wird er unter anderem von Frauen-Spielleiter Jörg Heinz (Mitte) und dem stellvertretenden Abteilungsleiter Frank Ader (rechts). Bild: Steinemann

„Es liegt viel Arbeit vor uns – und das ist auch gut so“

Steffen Leßig, neuer Abteilungsleiter des VfL Waiblingen, will neue Strukturen schaffen

Durch die vielen Trainerwechsel und den einen oder anderen sportlichen Misserfolg hat das Image der Waiblinger Handballer in den vergangenen Jahren ein paar Dellen bekommen. Steffen Leßig, der neue Abteilungsleiter, will dem VfL wieder neuen Glanz verleihen. „Es liegt viel Arbeit vor uns“, sagt er. „Und das ist auch gut so.“

Eine ganze Reihe von Personalwechseln hat’s bei den Waiblinger Handballern gegeben, seit Gotthold Bayer 2007 nach 16 Jahren das Amt des Abteilungsleiters an Wolf Günthner übergab. Der blieb ebenso zwei Jahre im Amt wie sein Nachfolger Dr. Karsten Reichmann. Der Mannschaftsarzt des VfL stellte den Posten im Februar dieses Jahres aus zeitlichen Gründen wieder zur Verfügung.

Wie das oft so ist bei der Suche nach Nachfolgern, standen die Kandidaten nicht gerade Schlange. Besetzen musste der VfL den Posten aber natürlich trotzdem. „Es gab eine sogenannte Abteilungsleiterfindungskommission“, sagt Steffen Leßig. Die bestand unter anderem aus ihm selbst, Karsten Reichmann und Jörg Heinz, der beim VfL für den Frauenhandball zuständig ist. „Als die Vorschläge, wer’s machen sollte, immer wilder wurden, habe ich mich bereiterklärt“, sagt Leßig. Auch als Zeichen des Dankes an den „Doc“, der ihn bei der Jugendarbeit immer unterstützt habe. Bis zu seinem Amtsantritt trainierte Leßig die weibliche B-Jugend des VfL.

Schwierige Situationen eröffnen auch Chancen

Seit ein paar Monaten nun steht Leßig an der Abteilungsspitze – und hatte gleich einen Berg voll Aufgaben zu bewältigen. Er habe geahnt, dass der Aufwand riesig sein werde. „Der Posten des Abteilungsleiters gibt nun einmal die Richtung vor. Aber ich habe ja tatkräftige Unterstützung.“

Die Männer stiegen aus der Baden-Württemberg-Oberliga ab und spielen nun so tief wie lange nicht mehr. Nur noch die Handball-Ahnen können sich an Verbandsligazeiten erinnern. Die Jugend hat auch schon bessere Zeiten erlebt. Zumindest stellte der VfL schon mehr Auswahlspieler. „Natürlich ist nicht alles in Butter beim VfL“, sagt Leßig. Doch jede noch so schwierige Situation eröffne auch Chancen, etwas Neues auf die Beine zu stellen.

Zunächst musste Leßig ein Team um sich herum aufbauen, die Aufgaben verteilen und sich um die Zusammensetzung der Mannschaften kümmern. Großes Thema seien die Finanzen gewesen, um die sich Leßig ebenfalls kümmert, „bis das ganze System richtig steht“. In der „Findungsphase“, sprich zumindest in dieser Saison, bekommen die Frauen- und Männerteams dasselbe Budget zur Hand. „Natürlich gab’s gewisse Diskussionen, wie wir in die Saison gehen.“

Konzeptionell hat Leßig klare Vorstellung, wie der Handball in Waiblingen künftig funktionieren soll. „Zunächst einmal brauchen wir wieder eine Durchgängigkeit von der Jugend bis zu den Aktiven.“ Dazu müssten von der B-Jugend aufwärts, im Leistungsbereich, sämtliche Mannschaften mit demselben System spielen. Zudem dürfe es künftig keine strikte Trennung von ersten und zweiten Mannschaften geben. „Durchgängigkeit“ heißt hier das Zauberwort. Auch dürfe der Anteil der auswärtigen Spieler nicht zu groß sein. „Bei den Männern haben wir einen Stamm von fünf, sechs Spielern“, sagt Leßig. Von Position fünf oder sechs an soll künftig der Kader aus A-Jugendlichen oder Spielern der zweiten Mannschaft bestehen. „Das ist ganz wichtig für die Identifikation mit dem Publikum und den Sponsoren.“ Die Zuschauer müssten wieder das Gefühl haben, dass diejenigen, die unten auf dem Platz stünden, engagiert und mit Spaß bei der Sache sind. „Diesen Eindruck konnte man in der vergangenen Saison nicht immer haben.“

In der neuen Spielzeit ist der Kader mit wesentlich mehr Waiblingern bestückt. Auch zwangsläufig. „Insofern kommt uns der Abstieg nicht ganz ungelegen.“ Und für die regionalen Sponsoren sei die Württemberg-Liga mit den vielen Derbys gar nicht so schlecht.

Sportlich gibt’s bei den Frauen des VfL wenig zu meckern. Die erste Mannschaft spielte eine tolle Drittligasaison und dürfte auch in dieser Runde – falls alles normal läuft – wieder vorne mitmischen. Die zweite Mannschaft hat sich mit Spielerinnen aus der ersten Mannschaft verstärkt, ihr wird eine gute Rolle in der Württemberg-Liga zugetraut.

Leßig warnt jedoch davor, sich jetzt zurückzulehnen. Die A- und B-Jugend spielen zwar in der Württemberg-Liga, in den jüngeren Altersklassen jedoch sieht’s ziemlich mau aus. In der weiblichen C- und D-Jugend stellt der VfL Waiblingen keine Mannschaft mehr und hat seine Spielerinnen in Schmiden/Oeffingen und Korb untergebracht.

Das indes soll kein Dauerzustand bleiben. „Waiblingen soll wieder eine zentrale Anlaufstelle für den Mädchenhandball werden“, sagt Leßig. „Wir brauchen den Unterbau dringend, um das Niveau bei den Frauen zu halten.“ Dazu jedoch seien qualifizierte Trainer mit „methodisch-didaktischer Ausbildung“ nötig. Es sei der Abteilung klar, dass sie hier investieren müsse.

Der TV Nellingen arbeite in diesem Bereich vorbildlich, 80 Prozent der Auswahlspielerinnen spielten beim TVN. „Nellingen hat ein gutes Konzept, gute Trainer und bietet seinen Spielerinnen eine Zukunftsperspektive.“ Ähnliches schwebt Leßig auch in Waiblingen vor.

Mittelfristig, so Leßig, wolle der VfL mit seiner Frauenmannschaft wieder dorthin zurück, wo er schon einmal war: in die 2. Bundesliga. Und auch die Männer sollen den Blick in Richtung Baden-Württemberg-Oberliga richten.

Die Sponsoren hielten dem VfL die Treue

Wichtig sei’s, in sämtlichen Mannschaften ein angenehmes Klima zu schaffen. Bei den Frauen kehrten etliche Spielerinnen, die den VfL zwischenzeitlich verlassen hatten, wieder nach Waiblingen zurück. Im aktuellen Kader sind dies Katharina Blum, Sevgi Öztürk, Sina Bast und zuletzt Ronja Grabowski, die vom insolventen Bundesligisten SG Stuttgarter Kickers/Sindelfingen kam.

Mit Freude zur Kenntnis genommen hat Leßig, dass die Sponsoren nach dem sportlichen Misserfolg der Männer nicht fluchtartig von Bord gegangen sind. Natürlich sei der Abstieg thematisiert worden. „Aber viele Sponsoren waren bereit, nachzulegen – unter der Voraussetzung, dass die Richtung stimmt. Sie wollen uns helfen, da wieder herauszukommen.“ Leßig und Mitstreiter wollen den Sponsoren etwas bieten, ein Netzwerk schaffen, über das sie sich kennenlernen und austauschen können.

Bei der ersten Pressekonferenz des VfL am Mittwoch gab’s die erste Gelegenheit dazu. Leßig freute sich über die große und positive Resonanz. „Es liegt noch viel Arbeit vor uns. Aber wir sind optimistisch in allen Bereichen.“

Quelle: WKZ



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