VfL Waiblingen - Gesamtverein

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07.09.11 - Männer 1 -

07.09.11 - Männer 1 -

Zwischen Ungewissheit und „freudiger Erregung“

Normalerweise zählt ein Absteiger eine Etage tiefer zu den Aufstiegskandidaten. Die Verantwortlichen des Handball-Württemberg-Ligisten VfL Waiblingen indes tun sich schwer mit einer Prognose, schließlich hat gleich ein halbes Dutzend Leistungsträger den Verein verlassen. „Die Liga ist furchtbar schwer einzuschätzen“, sagt Co-Trainer Wolfgang Hezel.

In der Saison 2008/2009 stiegen die Waiblinger Handballer nach vielen Jahren aus der Regionalliga ab, im Jahr darauf verhinderten sie knapp den weiteren Absturz. In der vergangenen Spielzeit indes war die Talfahrt nicht mehr zu stoppen, allerdings hatte der VfL bei fünf Absteigern aus der Baden-Württemberg-Oberliga als Viertletzter eine große Portion Pech.

Für die Handball-Hochburg Waiblingen war’s zweifellos ein herber Rückschlag, spielt der VfL jetzt doch mit Mannschaften wie SV Remshalden, SF Schwaikheim oder TV Bittenfeld II gemeinsam in der Württemberg-Liga. „Der VfL Waiblingen ist jetzt in der Region angekommen“, sagt Wolfgang Hezel, Co-Trainer des VfL. Positiv seien die vielen Derbys und die im Vergleich zur BWOL kurzen Anfahrtswege zu den Auswärtsspielen. „Aber wir wissen natürlich auch, dass gerade diese Derbygegner besonders heiß auf uns sein werden.“

Wie die meisten Absteiger, so musste auch der VfL einen ziemlichen Aderlass hinnehmen. Michael Schramm (zum SV Vöhringen) und sein Zwillingsbruder Alexander (zur TSG Söflingen) prägten über fünf Jahre hinweg das Waiblinger Spiel mit. Alexander Schramm war in der vergangenen Runde der viertbeste Schütze der BW-Oberliga.

Mit Marcel Wied, der zum Ligakonkurrenten SF Schwaikheim wechselte, und Valentin Weckerle, er versucht’s beim Drittligisten TSB Horkheim, verließen zwei Außenspieler den VfL. Ingo Catak (unbekannt) und Sven Lechner (hört auf) waren gestandene Spieler.

Auf der anderen Seite hielten überdurchschnittliche Spieler wie Flaviu Onofras und Axel Steffens dem Verein die Treue. „Das ist natürlich sehr wichtig für uns“, sagt Hezel. „Die beiden haben dem VfL auch ein bisschen etwas zu verdanken, vielleicht wollen sie ihm jetzt ein bisschen etwas wieder zurückgeben.“

Mit Torhüter Maik Hammelmann, Kreisläufer Marc Kallenberg, Linksaußen Holger Mayer und Jan Vetrovec blieben weitere Stützen des Vorjahres – wobei gerade Vetrovec dem VfL große Sorgen bereitet. Wieder einmal hat der Tscheche Probleme mit der Schulter, sein Comeback ist ungewiss. Trainer Michael Stumpp rechnet „frühestens im Januar“ wieder mit ihm.

Damit geht der VfL ohne Linkshänder im rechten Rückraum in die Saison. „Da hilft jetzt auch kein Lamentieren“, sagt Stumpp. „Wir müssen klarkommen damit.“ Zumal für den VfL diese Situation nicht neu ist. Von Vorteil ist, dass die Waiblinger im Rückraum wieder eine Alternative haben – und zwar aus den eigenen Reihen. Martin Johansson, nach seiner schweren Knieverletzung bislang nur in der Abwehr eingesetzt, hat sich in der Vorbereitung auch im Angriff versucht. Mit Erfolg.

Überhaupt hat der VfL im Rückraum mit Onofras, Steffens, Johansson, Uli und Christopher Schmid sowie Neuzugang Christian Abelmann (aus Emsdetten) einige Alternativen. „Und wir haben noch Spieler mit Perspektive in der Hinterhand“, sagt Stumpp. Er denkt dabei unter anderem an die Noch-A-Jugendlichen Robin Brugger, Marcel Ene-Häussermann oder Johannes Felden.

Allesamt Waiblinger übrigens, was ganz gut zur Philosophie passt. „Dass Spieler von hier sind, ist wichtig für die Identifikation“, sagt Stumpp. Bis auf Abelmann kommen alle neuen Spieler aus den eigenen Reihen, der Jugend oder der zweiten Mannschaft. Was auf der anderen Seite auch ein gewisses Risiko trägt. Keiner im Umfeld scheint die eigene Leistungsstärke so richtig einschätzen zu können.

Stumpp und Hezel weisen jegliche Favoritenrolle, in die der VfL gedrängt wird, entschieden zurück. Der magere 29:28-Sieg im HVW-Pokal beim Landesligisten Bartenbach vergangene Woche scheint ihre Vorsicht zu bestätigen. Das Trainerduo wäre schon zufrieden, wenn sich das Team weit weg hielte von den hinteren Rängen. Das wäre wieder einmal eine neue Situation, „nachdem wir die ganzen Jahre eigentlich immer in Abstiegsgefahr waren“, sagt Hezel.

Trotz aller Vorsicht: Die beiden gehen optimistisch in die Saison. Was sich auch auf die gute Vorbereitung gründet. „Alle haben sehr gut mitgezogen“, sagt Stumpp. Mit attraktivem Tempohandball will der Trainer zum Erfolg kommen. Das bedeutet, ein Angriff-/Abwehrwechsel ist nicht geplant. In der Vorbereitung lag das Hauptaugenmerk auf der Abwehrarbeit. In der vergangenen Saison kassierte der VfL die viertmeisten Gegentreffer.

Stumpp und Hezel sind froh, dass es am Wochenende endlich losgeht. „Wir spüren eine freudige Erregung“, sagt Hezel.
Quelle: ZVW

Kader

Trainer
Michael Stumpp (43) spielte einst in der ersten Mannschaft des VfL Waiblingen und coachte dann die Frauen des TV Stetten fünf Jahre lang in der Württemberg-Liga. In der vergangenen Saison trainierte er die männliche A-Jugend des VfL und die Landesligamannschaft des VfL.


Abgänge
Alexander Schramm (TSG Söflingen), Michael Schramm (SV Vöhringen), Marcel Wied (SF Schwaikheim), Valentin Weckerle (TSB Horkheim), Ingo Catak (unbekannt), Sven Lechner (hört auf).


Zugänge
Christian Abelmann (TV Emsdetten), Uli Schmid, Christopher Schmid, Steffen Härtl, Marcus Hellerich, Arne Baumann, Daniel Pfohe, Johannes Felden (alle zweite Mannschaft), Robin Brugger, Marcel Ene-Häussermann (beide eigene A-Jugend).


Tor
Maik Hammelmann (30)
Marc Krammer (21)

Rückraum
Flaviu Onofras (25)
Axel Steffens (21)
Martin Johansson (30)
Uli Schmid (30)
Christopher Schmid (28)
Daniel Pfohe (21)
Jan Vetrovec (31)
Christian Abelmann (26)
Robin Brugger (17)
Ene-Häussermann (17)

Außen
Holger Mayer (26)
Steffen Härtl (20)
Johannes Felden (17)
Arne Baumann (28)

Kreis
Marc Kallenberg (25)
Marcus Hellerich (24)

Saisonziel
Eine gute Rolle spielen.

Titelfavorit
SG Lauterstein.



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