VfL Waiblingen - Gesamtverein

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03.09.11 - Frauen 1 -

03.09.11 - Frauen 1 -

Optimal – wenn alle fit sind

Lediglich zehn Feldspielerinnen im Kader / VfL-Trainerin Zimmermann lobt die Qualität

Mit nur zehn Feldspielerinnen hatten die Drittliga-Handballerinnen des VfL Waiblingen die vergangene Saison beendet. In der neuen Saison ist der Kader ebenso dünn. Für Trainerin Kerstin Zimmermann ist das kein Nachteil – im Gegenteil. „Das ist optimal“, sagt sie. „Vorausgesetzt natürlich, es bleiben alle gesund.“

Der VfL Waiblingen war die Mannschaft der Rückserie 2010/2011. Nach einer eher holprigen Hinrunde holte die Mannschaft von Trainerin Kerstin Zimmermann 24:4 Punkte und beendete die Runde auf dem hervorragenden vierten Platz. Und dies, obgleich die personellen Voraussetzungen nicht so toll waren. Bettina Bay übernahm während der Runde die zweite Mannschaft des VfL, und mit Tanja Pfahl fehlte eine der zentralen Spielerinnen an einigen Wochenenden berufsbedingt.

Zur neuen Spielzeit müssen die Waiblingerinnen drei Abgänge verkraften: Linksaußen Jessica Cyklarz tritt kürzer und spielt künftig für die zweite Mannschaft in der Württemberg-Liga. Jennifer Heinz pausiert ebenso wie Silke Heimburger. Zumindest zahlenmäßig wiegen die Neuen die Abgänge wieder auf. Und die Trainerin ist zuversichtlich, dass die Verluste auch qualitativ aufgefangen werden können.

Vom Ligakonkurrenten TV Großbottwar wechselte die Ex-Metzingerin Christiane Haas (29) zum VfL. Zimmermann ist überzeugt davon, dass Haas Cyklarz ersetzen kann. „Sie ist genauso schnell.“ Weil mit Jennifer Heinz auch die zweite Linksaußen nicht mehr dabei ist, braucht der VfL auf dieser Position auf alle Fälle eine Alternative – und er hat sie in den eigenen Reihen gefunden: Tina Stockhorst (25), vor zwei Jahren vom 1. FC Nürnberg gekommen und eigentlich am Kreis zu Hause, könne diese Rolle ebenfalls ausfüllen, sagt Zimmermann.

Schwer zu ersetzen sei Silke Heimburger, „menschlich wie spielerisch“. Große Hoffnungen setzt Zimmermann auf die Rückkehrerin Sina Bast. Die 25-Jährige war mit dem VfL in der Saison 2006/2007 unter Trainer Jürgen Krause in die 2. Bundesliga aufgestiegen. Nach der Saison 2007/2008 pausierte sie verletzungsbedingt, zuletzt studierte sie ein Jahr in Südspanien. Bast soll auf der Spielmacherposition zum Einsatz kommen, sie gilt aber als Allrounderin.

Optionen auf allen Positionen

„Sina ist auf einem sehr guten Weg“, sagt Zimmermann. Das Spielverständnis habe Bast rasch wiedergefunden. Die Trainerin geht davon aus, dass Bast ihre körperlichen Defizite nach fast zweijähriger Handballpause aufholen wird. Bast sei jedoch nicht die einzige Option auf der Mitte-Position, auch Sulamith Klein oder Christiane Haas könnten auf diese Position rücken. „Das Gute ist, dass wir einige Möglichkeiten haben zu verschieben.“

Die dritte Neue im Bunde ist eine ganz Junge: Von der SG Schorndorf holte der VfL die Rückraum- und Jugend-Nationalspielerin Katharina Winger (16). Sie wird, ähnlich wie Rechtsaußen Tanja Padutsch in der vergangenen Saison, bei der SG weiterhin in der A-Jugend und parallel bei den Frauen des VfL Waiblingen spielen. „Sie steckt mitten in einem Entwicklungsprozess“, sagt Zimmermann. „Ich erhoffe mir von ihr, dass sie im Lauf der Saison einen großen Schritt nach vorne machen wird.“

Winger ist nicht das einzige Greenhorn im Kader. Anja Brugger wird im November erst 19 Jahre alt, Tanja Padutsch nächsten Monat 18. Auf der anderen Seite steht mit Christiane Haas (29) und Tanja Pfahl (28) reichlich Routine auf dem Spielfeld. „Ich denke, wir haben eine gesunde Mischung aus jungen und erfahrenen Spielerinnen“, sagt Zimmermann.

Nicht ganz so rund wie in der vergangenen Saison lief diesmal die Vorbereitung. Das lag zu großen Teilen am Umstand, dass keine Spielerinnen aus der zweiten Mannschaft dabei waren. Das machte den Trainingsbetrieb mit dem von vorneherein überschaubaren Kader mitunter etwas schwierig. Schließlich sind während der Urlaubszeit selten alle Spielerinnen da.

Zimmermann ist aber weit davon entfernt zu meckern. Im Gegenteil. Die 44-Jährige arbeitet lieber mit einem kleinen, aber feinen Kader zusammen. „So bekommt jede ihre Einsatzzeiten und niemand kann sich über zu wenig Spielanteile beschweren.“ Auf der anderen Seite, das ist auch klar, darf den VfL kein allzu großes Verletzungspech ereilen.

Groß darüber nachgedacht, weitere Verstärkungen zu holen, hat der VfL nicht. Auch wenn sich durch die Insolvenz des Erstligisten SG Kickers/Sindelfingen kurzfristig die eine oder andere Option ergeben hätte. Theoretisch jedenfalls. Praktisch sind dem VfL die Hände gebunden, denn nicht nur finanziell spielen Milena Rösler, Nadine Härdter, Maren Baumbach, Silke Meier, Marielle Bohm oder Iris Cartarius in einer anderen Liga. Wer die Chance hat, in der ersten oder zweiten Bundesliga unterzukommen, wird dies auch tun. Andere, wie die Ex-Nationalspielerin und -Waiblingerin Maren Baumbach, haben die Lust am Handball gänzlich verloren.

Kerstin Zimmermann beschäftigt sich mit diesem Thema weniger. Sie möchte in ihrer zweiten kompletten Saison in Waiblingen mit ihrem Team eine ähnlich gute Rolle spielen wie in der vergangenen Spielzeit. „Wir haben gute Qualität im Kader. Die große Frage ist, wie wir Verletzungen kompensieren können.“

Von Leistungsträgerin Tanja Pfahl gibt’s übrigens gute Nachrichten: Sie hat die Arbeitsstelle gewechselt und damit an den Wochenenden frei.
Quelle: ZVW



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